Ares, Management

Ares Management LP Aktie: Gewinn bricht ein

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 11:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Trotz niedrigerem GAAP-Gewinn sammelte Ares im dritten Quartal über 31 Milliarden Dollar ein und bekräftigte seine Jahresziele.
Modernes, minimalistisches Bürointerieur bei Dämmerung mit atmosphärischer Beleuchtung als Symbol für den Finanzsektor. Illustration mit AI erstellt.

Die Zahlen auf den ersten Blick wirken schwach, doch die Geschäftsdaten dahinter erzählen eine andere Geschichte. Ares Management hat im dritten Quartal einen deutlichen Rückgang beim Nettogewinn verbucht, zugleich aber Rekordmittel eingesammelt und die Prognose für das Gesamtjahr untermauert.

Gewinn unter Druck, Kerngeschäft robust

Der Nettogewinn für die Aktionäre lag nach US-GAAP bei 85,3 Millionen Dollar, das sind 0,21 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal waren es noch 1,15 Dollar je Aktie. Der Umsatz sank um 13,5 Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar.

Die operativen Kennziffern fallen deutlich besser aus. Der Gewinn nach Steuern auf realisierter Basis betrug 449,6 Millionen Dollar oder 1,26 Dollar je Aktie. Die gebührenbasierten Erträge, ein Maß für das planbare Kerngeschäft, erreichten 524,2 Millionen Dollar. Beim GAAP-Ergebnis spielen offenbar Bewertungseffekte eine größere Rolle als beim wiederkehrenden Gebührengeschäft. Die Gründe für den Rückgang im Einzelnen nennt das Unternehmen nicht.

Mittelzuflüsse als Argument

Ares sammelte im Quartal mehr als 31 Milliarden Dollar an Kapitalzusagen ein. Über die Hälfte davon kam von außerhalb der Kreditsparte, das Wachstum ruht also auf breiterer Basis. Investiert wurden 35 Milliarden Dollar. Das verwaltete Vermögen beläuft sich inzwischen auf rund 691 Milliarden Dollar.

Konzernchef Michael Arougheti erwartet erneut ein Rekordjahr beim Fundraising und verweist auf gute Sicht für das vierte Quartal. Finanzchef Jarrod Phillips sieht das Unternehmen auf Kurs, die zentralen Finanzziele für 2026 zu erreichen oder zu übertreffen. Zusätzliches Wachstum soll aus Kapital kommen, das bereits eingeworben ist, aber noch keine Gebühren abwirft.

Direktkredite und Dividende

Parallel meldete Ares die Aktivität im US-Direktkreditgeschäft. Die Kreditfonds schlossen im dritten Quartal Zusagen über rund 6,3 Milliarden Dollar in 55 Transaktionen ab. Auf zwölf Monate gerechnet waren es etwa 43,4 Milliarden Dollar. Finanziert wurden unter anderem Übernahmen durch Finanzinvestoren, etwa der Kauf von Chess.com durch CVC und von Tactacam durch GTCR. Auffällig viele Deals betrafen Vermögensverwalter.

Aktionäre erhalten eine Quartalsdividende von 1,35 Dollar je Aktie. Sie wird am 31. Dezember 2026 gezahlt, Stichtag ist der 17. Dezember 2026. Die Dividende ist vom Unternehmen beschlossen.

Das vierte Quartal gilt bei Ares als saisonal stärkste Phase. Dann muss sich zeigen, ob die angekündigte Beschleunigung bei Investitionen und Zuflüssen die Gebühreneinnahmen wie versprochen nach oben zieht.

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