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Arm Aktie: Haas verspricht mehr Zuversicht

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 14:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Arm-Chef Rene Haas zeigt sich zuversichtlicher beim AGI-Prozessor, doch Fertigungskapazitäten und Liefertermine bleiben für die Aktie entscheidend.

Arm-Chef Haas bekräftigt Zwei-Milliarden-Dollar-Ziel für AGI-Chip
Abstrakte Darstellung eines modernen Halbleiter-Reinraums mit Fokus auf Silizium-Wafer-Strukturen und blauer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Zwei Milliarden Dollar Umsatz mit einem einzigen neuen Chip — das ist das Versprechen, das Arm-Chef Rene Haas seinen Anlegern seit Monaten macht. Jetzt legt er nach: Er sei zuversichtlicher denn je, dass der Konzern dieses Ziel tatsächlich erreicht.

Im "Mad Money"-Interview mit Jim Cramer wurde Haas deutlich. "Wir fühlen uns wirklich gut damit", sagte er zur neuen AGI-CPU, dem ersten komplett selbst entwickelten Chip in der Firmengeschichte. Seine Zuversicht sei seit der Gewinnkonferenz im Juli weiter gestiegen.

Nachfrage war nie das Problem

Die Geschichte hinter dem Zahlenspiel ist bekannt, aber sie bleibt der Kern der Investment-Story. Im März sprach Arm noch von einer Milliarde Dollar Sichtbarkeit für die AGI-CPU, im Mai verdoppelte sich dieser Wert auf zwei Milliarden. Die offizielle Umsatzprognose blieb dennoch bei einer Milliarde Dollar — nicht, weil Kunden fehlten, sondern weil die nötige Fertigungskapazität nicht gesichert war.

Genau das sorgte im Mai für einen Kursrutsch von zehn Prozent. Im Juli drehte die Stimmung: Nach Hinweisen auf verbesserte Kapazitätszusagen legte die Aktie über sieben Prozent zu. Haas' Aussagen vom Mittwoch bestätigen diesen Trend, ohne neue harte Zahlen zu liefern.

Neues Geschäftsmodell, neue Risiken

Mit der AGI-CPU verlässt Arm sein angestammtes Terrain. Bislang verdiente der Konzern über Lizenzgebühren für Chip-Architekturen und Stückgebühren pro ausgeliefertem Prozessor. Der Verkauf eines kompletten eigenen Chips für Rechenzentren erhöht den möglichen Umsatz je Produkt deutlich — bringt aber auch neue Risiken bei Fertigung, Auslieferung und Bruttomarge mit sich, die das Unternehmen bisher nicht in diesem Ausmaß kannte.

Meta gilt als erster genannter Kunde für den neuen Prozessor. Für die weitere Kursentwicklung dürften nun konkrete Liefertermine und die tatsächliche Ausweitung der Fertigungskapazität entscheidender sein als weitere verbale Zusicherungen aus dem Management.

Die Aktie notiert weiterhin rund 45 Prozent unter ihrem Junihoch von 452 Dollar, das im Rahmen einer steilen Kursrallye in der ersten Jahreshälfte erreicht wurde. Der Julisprung nach den Quartalszahlen konnte bislang gehalten werden. Ob die jüngsten Aussagen von Haas ausreichen, um neues Vertrauen an den Märkten aufzubauen, dürfte sich erst zeigen, wenn Arm konkrete Fertigungs- und Lieferzahlen vorlegt.

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