Aroundtown, Aktie

Aroundtown Aktie: Mietvertrag am Alexanderplatz abgeschlossen

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 06:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein früheres Bürohaus wird zum Aparthotel mit 285 Einheiten; Refinanzierungen und ein gesenktes Kursziel belasten die Aktie.

Makrofoto Glasfassade Vorhangwand Schrauben Wolkenreflektion, Aroundtown SA
Aroundtown SA LU1673108939 in einer Makro-Detailaufnahme einer blau verspiegelten Glas-Vorhangfassade mit Aluminiumrahmen Illustration mit AI erstellt.

Am Montag meldete Aroundtown den Abschluss eines langfristigen Mietvertrags mit dem Betreiber Bob W für ein Projekt am Berliner Alexanderplatz. Das Immobilienunternehmen wandelt dort ein früheres Bürogebäude in ein Aparthotel mit 285 Einheiten um. Die Fertigstellung der Immobilie ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Dieser Schritt verdeutlicht die strategische Reaktion auf den veränderten Bedarf im Gewerbeimmobiliensektor. Durch die Umwandlung älterer Büroflächen in Serviced Apartments versucht der Konzern, Leerstände abzubauen und zugleich langfristig planbare Mieteinnahmen zu generieren. Die Vereinbarung mit Bob W wurde für eine feste Laufzeit mit einer zusätzlichen Verlängerungsoption unterzeichnet.

Langfristige Bindung im Beherbergungssektor

Das Projekt reiht sich in weitere operative Abschlüsse am selben Berliner Standort ein. Bereits am 24. September vereinbarte Aroundtown mit Leonardo Hotels langfristige Pachtverträge für zwei dortige Häuser. Die beiden ehemaligen Hotelobjekte umfassen zusammen 624 Zimmer und Suiten.

Auch im weiteren Beherbergungsportfolio treibt das Unternehmen Neuausrichtungen voran. Medienberichten zufolge verpachtete die deutsche Hoteltochtergesellschaft kürzlich mehrere zuvor unter der Marke Seminaris geführte Häuser an Sunday Hotels. Parallel dazu setzt der Konzern auf operative Optimierungen im Bestand, um den Wert älterer Gewerbeimmobilien durch gezielte Bewirtschaftungsmaßnahmen zu sichern.

Refinanzierungsdruck dämpft die Bewertung

Trotz der operativen Vermietungserfolge bleibt das Branchenumfeld von deutlicher Skepsis geprägt. Warburg Research senkte am 1. Oktober das Kursziel für die Aktie von 3,80 Euro auf 3,30 Euro, beließ die Einstufung jedoch auf „Buy“. Das Analysehaus begründete den Schritt mit dem anhaltenden Gegenwind im Immobiliensektor sowie den anstehenden Refinanzierungen als zentraler Belastung für das Unternehmen.

Die Zurückhaltung am Markt speist sich vor allem aus dem veränderten Zinsumfeld und den damit verbundenen Kosten für künftige Anschlussfinanzierungen. Zwar stärken langfristige Mietabschlüsse die operative Berechenbarkeit, die anstehende Prolongation von Verbindlichkeiten sorgt unter Marktteilnehmern jedoch für anhaltende Vorsicht.

An der Börse spiegeln sich diese Sorgen im Kursverlauf wider. Das Papier ging gestern mit einem Schlusskurs von 1,57 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Titel nur 1,1 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief. Seit dem Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Wertverlust von 41 Prozent.

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