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ASML Holding Aktie: Quartalszahlen folgen am 14. Oktober

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 13:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ASML profitiert von hoher Nachfrage und technologischem Vorsprung. Der Markt richtet den Blick auf die Quartalszahlen am 14. Oktober.

Draufsicht-Flatlay von Halbleiter-Komponenten auf weißem Untergrund mit irisierendem Siliziumwafer, Präzisionslinsen und optischen Bauteilen
ASML NL0010273215 Flatlay Produktfoto mit Silizium Wafer und Photolithographie Optiken auf weißem Hintergrund Illustration mit AI erstellt.

Wenn ein Engpass an den Kapitalmärkten nicht als Schwäche, sondern als Stärke gewertet wird, lohnt sich der genaue Blick. Am Freitag legte die Aktie von ASML um 2,3 Prozent auf 1.456,80 Euro zu. Getrieben wurde das Kursplus von einer anhaltend hohen strukturellen Nachfrage und Schritten zur Absicherung der Fertigungskapazitäten.

An den Märkten setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Grenzen der Produktionskapazitäten die Preismacht des Unternehmens stärken. Während führende Chiphersteller höhere Montagegeschwindigkeiten für Systeme zur extremen Ultraviolettlithografie erproben, verlängert sich für den Technologiekonzern die Sichtbarkeit zukünftiger Erlöse.

Der Flaschenhals als strategischer Vorteil

In der Halbleiterindustrie führt an den Lithografiesystemen aus dem niederländischen Veldhoven kein Weg vorbei. Wo andere Industriezweige unter Überkapazitäten leiden, definiert der niederländische Ausrüster das Tempo der gesamten Branche.

Die Kunden stehen Schlange, um modernste Fertigungsanlagen für die nächste Chipgeneration zu erhalten. Begrenzte Lieferkapazitäten wirken in diesem Umfeld nicht bremsend, sondern festigen die Ertragskraft: Wer Hochtechnologie anbietet, für die es keine Alternative gibt, kann Konditionen durchsetzen.

Wie tief dieser Burggraben reicht, zeigt der Blick auf die jüngsten Branchenvereinbarungen. Intel Foundry verarbeitet in der Serienfertigung mit High-NA-EUV-Systemen bereits mehr als eine Million Wafer, wobei Überdeckung, Durchsatz und Verfügbarkeit den Erwartungen entsprechen.

Gleichzeitig vertiefte Samsung Electronics die Zusammenarbeit: Der südkoreanische Konzern plant, die High-NA-EUV-Technologie bis 2028 erstmals branchenweit in der Massenfertigung von DRAM-Speicherchips einzusetzen.

Auch TSMC verankerte die Technologie fest in seiner Roadmap. Gemeinsam treiben die Partner eine Brancheninitiative für 12-Zoll-Photomasken voran, die bis 2031 eine Pilotlinie und bis 2033 die volle Einsatzbereitschaft für fortschrittliche Fertigungsknoten vorsieht.

TSMC beabsichtigt, High NA ab 2030 in der Volumenproduktion zu nutzen. Gibt es im globalen Technologiesektor überhaupt ein zweites Unternehmen, dessen Fertigungstakt die Innovationszyklen der weltweiten Leitkonzerne über ein ganzes Jahrzehnt im Voraus diktiert?

Zwischen Bewertungsfragen und solidem Rückhalt

Die Zuversicht in die langfristigen Perspektiven spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Mit einem Plus von 58 Prozent seit Jahresanfang honorieren die Anleger die fundamentale Sonderstellung. Trotz dieser Rally notiert der Kurs aktuell 11 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt, was die intakte Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate unterstreicht.

Anleger und Analysten blicken dennoch differenziert auf das Bewertungsniveau.

Das Analysehaus Bernstein hingegen bestätigte das positive Votum am Dienstag erneut, gestützt auf die Dynamik bei High-NA-EUV sowie den Übergang zu 12-Zoll-Photomasken.

Der Blick auf die anstehenden Zahlen

Neben dem operativen Tagesgeschäft sorgt das Management für kontinuierliche Kapitalrückführungen. Im zweiten Quartal 2026 kaufte der Konzern im Rahmen seines 12 Milliarden Euro umfassenden Rückkaufprogramms für die Jahre 2026 bis 2028 eigene Papiere im Wert von 1,1 Milliarden Euro zurück.

Die nächste echte Bewährungsprobe für die hoch bewertete Aktie folgt jedoch bereits am 14. Oktober. Vor Börsenöffnung legt der Konzern seine Quartalszahlen für das dritte Quartal 2026 vor.

Der Marktkonsens rechnet mit einem Gewinn je Aktie von 10,38 Euro sowie einem Quartalsumsatz von 11,31 Milliarden Euro. Dann wird sich zeigen, wie reibungslos sich die unbestrittene technologische Führungsrolle in den aktuellen Quartalsergebnissen niederschlägt.

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