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ASML Holding Aktie: Zwei Wachstumspfade

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 16:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

UBS sieht ASML bei High-NA-EUV vor dem Durchbruch, wÀhrend die Xanadu-Kooperation neue Optionen im photonischen Quantencomputing eröffnet.

Draufsicht-Flatlay von Halbleiter-Komponenten auf weißem Untergrund mit irisierendem Siliziumwafer, PrĂ€zisionslinsen und optischen Bauteilen
ASML NL0010273215 Flatlay Produktfoto mit Silizium Wafer und Photolithographie Optiken auf weißem Hintergrund Illustration mit AI erstellt.

ASML bewegt sich derzeit auf mehreren Zukunftsfeldern gleichzeitig. WĂ€hrend die UBS dem niederlĂ€ndischen Lithografie-Spezialisten wegen einer neuen Fertigungstechnologie enormes Potenzial zuspricht, sichert sich das Unternehmen parallel mit einer Kooperation im Bereich Quantencomputing einen weiteren möglichen Wachstumsmarkt. FĂŒr Anleger ergibt sich daraus ein Bild, das ĂŒber das klassische ChipgeschĂ€ft hinausweist.

High-NA-EUV als nÀchster Wachstumstreiber

Im Zentrum der UBS-EinschÀtzung steht die sogenannte High-NA-EUV-Technologie. Die nÀchste Generation der Chipfertigung, wie sie etwa TSMC und Samsung vorantreiben, setzt zunehmend auf prÀzisere Belichtungsverfahren. Die UBS sieht diese Technik vor dem Durchbruch und ASML als möglichen Profiteur der kommenden KI-Welle in der Halbleiterproduktion.

Konkrete Kursziele oder Umsatzprognosen zu dieser EinschĂ€tzung liegen nicht vor. Der Optimismus der Bank stĂŒtzt sich vor allem auf die technologische Vorreiterrolle, die ASML mit seinen extrem prĂ€zisen Lithografiesystemen im Markt fĂŒr fortschrittliche Chipfertigung einnimmt.

Neues Standbein: Quantenchips

Abseits der klassischen Halbleiterfertigung baut ASML seine FĂŒhler in Richtung Quantencomputing aus. Das Unternehmen kooperiert kĂŒnftig mit dem kanadischen Quantencomputing-Spezialisten Xanadu. Im Mittelpunkt steht die Fertigung photonischer Quantenchips.

Konkret geht es um Lithografie-Verfahren, die optische Verluste in diesen Chips reduzieren sollen. Entscheidend dafĂŒr ist die sogenannte Line Edge Roughness — die Kantenrauigkeit gefertigter Strukturen, die bei photonischen Quantencomputern ĂŒber eine fehlertolerante Verarbeitung von Quanteninformationen mitentscheidet. ASML bringt hier seine Lithografie-Expertise ein, Xanadu erhĂ€lt im Gegenzug Zugang zu fortschrittlichen FertigungsansĂ€tzen.

Wichtig fĂŒr die Einordnung: Es handelt sich zunĂ€chst um Forschung und Prozessentwicklung. Ein kommerzieller Großauftrag oder kurzfristige UmsatzbeitrĂ€ge lassen sich aus der Kooperation aktuell nicht ableiten. Langfristig könnte die Zusammenarbeit aber dazu beitragen, photonische Quantencomputer nĂ€her an die industrielle Fertigung heranzufĂŒhren.

Bewertung nach der Zahlenrallye

Die jĂŒngste Kursbewegung liefert zusĂ€tzlichen Kontext. Nach der Vorlage der Quartalsergebnisse fĂŒr das zweite Quartal 2026 im Juli sprang die Aktie zunĂ€chst ĂŒber die Marke von 1.600 Euro und nĂ€herte sich der 1.700-Euro-Schwelle. Gewinnmitnahmen bremsten die Rallye danach recht schnell aus.

Die beiden aktuellen Entwicklungen — die potenzielle TechnologiefĂŒhrerschaft bei High-NA-EUV und der Einstieg ins Quantenchip-Segment — liefern zusĂ€tzliche Argumente fĂŒr die Diskussion um die aktuelle Bewertung der Aktie. Beide Themen bleiben zunĂ€chst Zukunftsoptionen ohne unmittelbaren Umsatzeffekt, könnten aber die langfristige Wachstumsstory des Unternehmens stĂŒtzen.

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