Assa Abloy Aktie: 400. Übernahme mit Classic Brass
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 07:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der schwedische Sicherheitsriese Assa Abloy kauft weiter zu. Diesmal zielt der Konzern auf das amerikanische Premium-Segment. Mit der Übernahme von Classic Brass sichert sich das Unternehmen einen Spezialisten für hochwertige Beschläge. Der Zukauf passt in die Strategie, margenstarke Nischen im reifen US-Markt zu besetzen.
Expansion im Premium-Segment
Classic Brass fertigt handgearbeitete Beschläge für Schränke und Türen in Jamestown, New York. Das Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete die Firma einen Umsatz von 17 Millionen US-Dollar. Assa Abloy integriert den Neuzugang direkt in das Wohnungssegment der Division Americas.
Der Deal markiert einen Meilenstein. Es ist die 400. Übernahme seit der Firmengründung im Jahr 1994. Das Management erwartet, dass der Zukauf den Gewinn je Aktie sofort steigert. Lucas Boselli, Chef der Americas-Sparte, setzt damit gezielt auf die Nachfrage von Architekten und High-End-Bauträgern.
Rekordmargen stützen Wachstum
Parallel dazu untermauern aktuelle Zahlen die Finanzkraft der Schweden. Im zweiten Quartal 2026 stieg der organische Umsatz um vier Prozent. Die operative Marge erreichte derweil einen Rekordwert von 18,1 Prozent. Starke Geschäfte in Europa und Amerika glichen dabei Schwächen im asiatisch-pazifischen Raum aus.
An der Börse reagierten Investoren verhalten. Die Aktie notierte zuletzt bei 31,81 Euro. Damit liegt der Kurs etwa 15 Prozent unter seinem Jahreshoch vom März. Ein neutraler Relative-Stärke-Index von knapp 59 signalisiert derzeit keine Überhitzung im Chart.
Der Konzern integriert nun die neuen US-Assets. Im Oktober 2026 erhalten Anleger dazu neue Fakten. Dann veröffentlicht Assa Abloy den Zwischenbericht für die ersten neun Monate des Jahres und liefert Details zur Synergie-Entwicklung.
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