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AST SpaceMobile Aktie: 4,9 Prozent Minus nach Fed-Signalen

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 21:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AST SpaceMobile meldet Fortschritte im Orbit, doch Fed-Signale und höhere Finanzierungssorgen belasten die Aktie sowie die Analystenziele.

AST SpaceMobile unter Druck: Zinsängste treffen Satellitenpläne
Abstrakte Darstellung von Satellitenkommunikation und Weltraumtechnologie bei Dämmerung in einem Finanzkontext. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Aktie von AST SpaceMobile verliert am heutigen Freitag deutlich an Boden. Grund für den Kursrückgang von 4,9 % auf 49,75 € ist weniger die operative Entwicklung im All als vielmehr die Signale aus der US-Notenbank Federal Reserve.

Medienberichten zufolge schürte Kevin Warsh von der Fed neue Inflationssorgen, was die Wahrscheinlichkeit für steigende Zinsen erhöht. Für Unternehmen wie AST SpaceMobile, die den Aufbau ihrer Infrastruktur zu großen Teilen über Kredite finanzieren, stellt dieses Szenario eine erhebliche Belastung dar.

Hohe Zinssensitivität belastet den Kurs

Das Geschäftsmodell des Satellitenbetreibers gilt als besonders empfindlich gegenüber geldpolitischen Straffungen. Da die Konstruktion und der Start des globalen Mobilfunk-Netzwerks im Weltraum massive Vorabinvestitionen erfordern, würden höhere Zinsen die Refinanzierungskosten für künftige Projekte in die Höhe treiben.

Diese Sorge spiegelt sich auch in der langfristigen Kursentwicklung wider: Das Papier notiert derzeit mit einem Abstand von 57 % deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Die Abhängigkeit von externen Dienstleistern sorgte bereits am Mittwoch für Volatilität, als Verzögerungen bei Raketenstarts eines Drittanbieters den Kurs belasteten. Dennoch hält das Unternehmen an seinem ambitionierten Zeitplan fest. Bis Anfang 2027 sollen insgesamt etwa 45 Satelliten die Erde umkreisen, um eine weltweite Abdeckung zu gewährleisten.

Operative Meilensteine bei den BlueBird-Satelliten

Trotz der makroökonomischen Unsicherheiten meldete das Unternehmen gestern operative Fortschritte. Die Satelliten BlueBird 12 und 13 sind nun vollständig im Orbit entfaltet. Laut Unternehmen verfügen diese Einheiten über Kommunikationsantennen mit einer Fläche von jeweils 2.400 Quadratfuß. Die Systeme sind darauf ausgelegt, Breitbanddienste direkt auf herkömmliche Smartphones zu übertragen, ohne dass zusätzliche Hardware erforderlich ist.

Bereits am 5. August wurden diese Satelliten zusammen mit der Einheit BlueBird 11 erfolgreich gestartet. Diese neue Generation ist mehr als dreimal so groß wie die ursprünglichen Block-1-Modelle des Unternehmens. Mit dieser Technologie sollen Datenraten von bis zu 200 Mbit/s erreicht werden. Zum 10. August betrieb das Unternehmen insgesamt zwölf kommerzielle Einheiten im niedrigen Erdorbit.

Analysten korrigieren Kursziele nach Quartalszahlen

Die jüngsten Geschäftszahlen sowie die geldpolitischen Aussichten führten in den vergangenen zwei Wochen zu Anpassungen durch Analystenhäuser. Die Deutsche Bank senkte am 17. August ihr Kursziel von 106 auf 93 US-Dollar und bestätigte die Einstufung auf „Hold“. Kurze Zeit zuvor, am 11. August, reduzierte die Bank of America ihr Ziel von 95 auf 80 US-Dollar bei einer neutralen Bewertung.

Im zweiten Quartal 2026, das am 30. Juni endete, erwirtschaftete AST SpaceMobile einen Umsatz von über 31 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig weitete sich der Nettoverlust auf 230,9 Millionen US-Dollar aus, was die kapitalintensive Phase der Expansion unterstreicht. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 bestätigte das Management die Prognose eines Umsatzes zwischen 150 und 200 Millionen US-Dollar.

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