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AUTO1 Group Aktie: Bertermann übernimmt Finanzressort

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 10:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AUTO1 steigert im zweiten Quartal Absatz, Umsatz und bereinigtes EBITDA. Christian Bertermann führt das Finanzressort vorerst zusätzlich.

AUTO1 Group: CEO übernimmt Finanzen nach CFO-Rücktritt
Abstrakte Darstellung eines modernen Fahrzeuginterieurs mit Fokus auf wirtschaftliche Dynamik und Führungswechsel. Illustration mit AI erstellt.

Beim Berliner Gebrauchtwagenhändler AUTO1 Group steht die Neuordnung der Finanzführung im Mittelpunkt. Nach dem vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Rücktritt von Finanzvorstand Christian Wallentin führt Vorstandschef Christian Bertermann das Finanzressort vorübergehend in Personalunion.

Wallentin hatte sein Amt erst Anfang 2026 angetreten und legte den Posten aus familiären Gründen nieder. Das Unternehmen setzt in der Übergangsphase auf Kontinuität, während die Suche nach einer dauerhaften Besetzung bereits weit vorangeschritten ist.

Doppelfunktion an der Vorstandsspitze

Der Aufsichtsrat befindet sich Medienberichten zufolge in einem fortgeschrittenen Stadium bei der Auswahl eines neuen Finanzvorstands. Bis eine endgültige Nachfolge präsentiert wird, übernimmt Mitgründer und CEO Christian Bertermann die Aufgaben des CFO interimistisch. Wallentin verlässt den Konzern zudem nicht vollständig, sondern bleibt der AUTO1 Group weiterhin als Senior Advisor verbunden.

Der rasche Wechsel an der Finanzspitze trifft auf ein herausforderndes Börsenjahr für das Unternehmen. Am Freitag schloss das Papier bei 18,61 Euro, was seit Jahresanfang einem Minus von 32 Prozent entspricht.

Solide operative Entwicklung im zweiten Quartal

Operativ zeigte sich der Konzern vor gut drei Wochen bei der Veröffentlichung des Quartalsberichts dagegen auf Kurs. Im zweiten Quartal 2026 kletterte der Absatz um 19,9 Prozent auf 240.298 Fahrzeuge. Der Umsatz stieg parallel dazu um 23,4 Prozent auf 2,432 Milliarden Euro.

Auch auf der Ertragsseite legte das Unternehmen zu: Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 38,4 Prozent auf 58,6 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte mit 2,4 Prozent den besten Wert in der Geschichte eines zweiten Quartals für den Konzern.

Vor diesem Hintergrund bestätigte das Management die Prognose für das Gesamtjahr 2026. Zudem bepreiste das Unternehmen die ABS-Transaktion FinanceHero 3, bei der erstmals ein vertikaler Risikoselbstbehalt eingeführt wurde.

Zuversicht bei Analysten

Trotz der personellen Veränderung im Vorstand äußerten sich Analysten zuletzt positiv zu den Geschäftsperspektiven. Vor rund zwei Wochen hob Goldman Sachs das Kursziel von 36,50 Euro auf 37,00 Euro an und bestätigte die Einstufung mit „Buy“. Marktbeobachter richten ihr Augenmerk nun vor allem darauf, wie schnell der Aufsichtsrat den Nachfolgeprozess für das Finanzressort abschließen kann.

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