Axon, Aktie

Axon Aktie: DHS wählt Dedrone zur Drohnenabwehr

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Axon meldet umfangreiche Bundesaufträge und höhere Quartalserlöse, während die Softwaremarge sinkt und Raymond James das Kursziel senkt.
Axon Enterprise Inc. Aktien-Flatlay mit ISIN Karte US05464C1018 und Bodycam sowie Sicherheitstechnik Illustration mit AI erstellt.

US-Bundesbehörden haben im laufenden Jahr mehr als 22.000 Bodycams sowie Lizenzen für das digitale Beweismanagement bei Axon bestellt. Zu den Vereinbarungen zählen zudem Ausrüstungszusagen für das Department of Homeland Security (DHS) sowie das Kriegsveteranenministerium (VA).

Die Meldung über den Ausbau des Regierungsgeschäfts traf an den Märkten jedoch auf ein von Verkäufen geprägtes Technologieumfeld: Am Freitag gab die Aktie um 6,6 Prozent nach und schloss bei 347,40 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen Rückgang von 29 Prozent.

Ausbau bei Drohnenabwehr und TASER-Systemen

Neben den Körperkameras und Softwarelizenzen, die auch Übersetzungswerkzeuge beinhalten, baute Axon seine Präsenz in weiteren Sicherheitsbereichen der Bundesverwaltung aus. Das Heimatschutzministerium wählte die Sparte Dedrone für die Echtzeit-Luftraumüberwachung, Drohnenidentifizierung und Gefahrenabwehr zum Schutz kritischer Infrastruktur aus.

Finanzielle Details sowie genaue Einsatzorte dieses Kontrakts gab das Unternehmen bisher nicht bekannt. Parallel orderte das Kriegsveteranenministerium mehr als 1.600 TASER-10-Geräte.

Auf Ebene von Bundesstaaten und Kommunen verhandelt der Konzern über weitere Implementierungen. So beriet der Stadtrat von Reno über einen Achtjahresvertrag im Volumen von 21,8 Millionen US-Dollar für Kameras, TASER, Kennzeichenleser und Softwarewerkzeuge.

Im kalifornischen Claremont votierte der Stadtrat einstimmig für einen Fünfjahresvertrag über rund 266.800 US-Dollar zur Beschaffung von 45 TASER-10-Geräten. In Aubrey steht eine Abstimmung über ein geplantes Zehnjahrespaket im Umfang von 4,25 Millionen US-Dollar an.

Margenentwicklung und Analysteneinschätzungen

Im zweiten Quartal erzielte Axon einen Umsatz von 904,39 Millionen US-Dollar, womit die Erlöse um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegten. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,88 US-Dollar nach 2,18 US-Dollar im Vorjahr.

Die Bruttomarge im Bereich Software und Dienstleistungen ging zugleich um 4,3 Prozentpunkte auf 71,3 Prozent zurück. Finanzvorstandsseitig wird eine mögliche Entlastung bei den Speicherkosten ab 2028 in Aussicht gestellt.

Das Analysehaus Raymond James reduzierte das Kursziel für den Titel von 800 auf 675 US-Dollar, bestätigte jedoch die Einstufung mit „Outperform“. Als Begründung für den vorsichtigeren Zielwert verwiesen die Analysten auf Risiken im Zusammenhang mit dem Software-as-a-Service-Geschäft, künftigen Integrationen von Akquisitionen sowie den Margenprofilen. Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das dritte Quartal wird für Anfang November erwartet.

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