BASF Aktie: 0,08-Dollar-Preiserhöhung ab September
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 15:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
BASF setzt seine Preisoffensive bei mehreren Grundchemikalien fort. Ab dem 1. September erhöht der Konzern in den USA und Kanada die Preise für Caprolactam, Polyamid 6 und Copolyamid um 0,08 US-Dollar pro Pfund, soweit bestehende Verträge dies zulassen.
Nur wenige Tage zuvor hatte BASF bereits in Europa die Preise für Neopentylglykol und 1,6-Hexandiol angehoben – um 250 beziehungsweise 300 Euro je Tonne. Begründet werden beide Schritte mit der Angebots- und Nachfragesituation sowie gestiegenen Rohstoffkosten.
Die Preiserhöhungen ziehen sich damit durch mehrere Produktlinien des Ludwigshafener Konzerns und betreffen sowohl den nordamerikanischen als auch den europäischen Markt. Für Anleger ist das ein Signal, dass BASF versucht, Margendruck über die Preisschiene auszugleichen, statt allein auf Mengenwachstum zu setzen.
Rückkaufprogramm läuft weiter
Parallel zur Preispolitik hält BASF sein laufendes Aktienrückkaufprogramm aufrecht, das am vergangenen Donnerstag begonnen hatte. Im Zeitraum vom 10. bis 14. August erwarb der Konzern 695.000 eigene Aktien.
Seit dem Start Anfang August summiert sich das Rückkaufvolumen damit auf 1.240.000 Aktien. Das Programm signalisiert Kapitaldisziplin und stützt tendenziell den Kurs, auch wenn die Auswirkungen auf die Aktie in den täglichen Bewegungen kaum sichtbar sind.
Wachstum in neuen Geschäftsfeldern
Abseits der klassischen Chemiesparten treibt BASF auch Innovationsprojekte voran. In Mumbai eröffnete der Konzern ein globales Performance-Labor für Windeln und Superabsorber, das künftig technische und anwendungsbezogene Dienstleistungen für Kunden weltweit bündeln soll.
In der Landwirtschaftssparte stellte BASF Agricultural Solutions zudem die zweite Generation des tragbaren Geräts xarvio CONNECT vor, das digitale Anwendungen in der Feldbewirtschaftung vereinfachen soll.
Ergänzend kündigte die Agrarsparte eine Investition in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe für ein neues Climate Center am Hauptsitz in Limburgerhof an, um Entwicklungs- und Zulassungskapazitäten für Pflanzenschutzprodukte auszubauen.
Auch im Bereich Konsumgüterchemie gab es Bewegung: Nach einer Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA für den Wirkstoff BEMT als Sonnenschutzkomponente ist das unter der Marke Tinosorb S vertriebene BASF-Produkt nun auch im US-Markt verfügbar.
Kursbild bleibt robust
Die BASF-Aktie notiert aktuell bei 51,84 Euro und damit rund 5,8 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro, das im April markiert wurde. Zum 52-Wochen-Tief von 41,55 Euro aus dem Oktober beträgt der Abstand hingegen 25 Prozent – ein deutliches Erholungssignal seit dem Herbsttief.
Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 17 Prozent zu Buche, was die Aktie trotz der jüngsten Belastungen durch das Rhein-Niedrigwasser vor zwei Wochen und der damit verbundenen Produktionsdrosselungen in einer soliden Verfassung zeigt.
Die Kombination aus Preiserhöhungen, laufendem Rückkaufprogramm und Investitionen in Zukunftsfelder wie Agrartechnologie und Spezialchemie deutet darauf hin, dass BASF operativ auf mehreren Ebenen gleichzeitig an Stellschrauben dreht, um die Ertragslage zu stabilisieren.
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