BASF Aktie: Preiserhöhungen ab 1. September
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
BASF setzt seine Preisoffensive bei mehreren Grundchemikalien fort und beschleunigt zugleich das laufende Rückkaufprogramm. Beide Entwicklungen fallen in eine Woche, in der der Konzern mit dem Niedrigwasser am Rhein kämpft – ohne dass dies bislang das Jahresergebnis belastet.
Preiserhöhungen auf breiter Front
Innerhalb weniger Tage hat BASF gleich mehrere Preisanpassungen angekündigt. In Nordamerika steigen zum 1. September die Preise für Caprolactam, Polyamid 6 und Copolyamid um 0,08 US-Dollar je Pfund. Für Neopentylglykol kommt in Nordamerika zum selben Termin ein Aufschlag von 0,10 US-Dollar je Pfund beziehungsweise 221 US-Dollar je Tonne hinzu.
In Europa hat BASF die Verkaufspreise für Neopentylglykol bereits um 250 Euro pro Tonne und für 1,6-Hexandiol um 300 Euro pro Tonne angehoben, mit sofortiger Wirkung, soweit bestehende Verträge dies zulassen.
Diese Serie von Preiserhöhungen betrifft zentrale Vorprodukte für Kunststoffe, Fasern und Spezialchemikalien. Für Anleger ist sie ein Signal, dass BASF trotz eines volatilen Rohstoff- und Energieumfelds Preissetzungsmacht behält – ein Aspekt, der angesichts der laufenden Diskussion um die Profitabilität des Konzerns Gewicht hat.
Rückkauf nimmt Fahrt auf
Parallel dazu treibt BASF den Rückkauf eigener Aktien voran. Zwischen dem 10. und 14. August erwarb der Konzern 695.000 eigene Aktien. Seit dem Start des Programms am 3. August summieren sich die Rückkäufe bis zum 14. August auf 1.240.000 Aktien. Das Tempo der vergangenen Woche liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der ersten Tage des Programms.
Der Aktienkurs hat diese Entwicklung zuletzt begleitet: Am Mittwoch schloss das Papier bei 51,83 Euro, ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vortag. Über die vergangenen 30 Tage hat die Aktie um 7,7 Prozent zugelegt – ein Zeichen, dass der Markt die Kombination aus Preisdisziplin und Kapitalrückführung honoriert.
Niedrigwasser bleibt Belastungsfaktor, aber ohne Ergebniswirkung
Reuters berichtete, dass BASF wegen des extremen Niedrigwassers am Rhein erste Produkte nicht mehr in vollem Umfang liefern kann. Vorstandschef Markus Kamieth betonte jedoch, es gebe bislang keine signifikanten Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis in diesem Jahr. Diese Einschätzung dürfte Anleger vorerst beruhigen, zumal der Rhein für BASF als zentrale Logistikader am Stammsitz Ludwigshafen gilt.
In diesem Zusammenhang gewinnt auch der Ausbau der Infrastruktur an Bedeutung: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder nahm gemeinsam mit Kamieth an der Erweiterung des Terminalausbaus in Ludwigshafen teil. BASF setzt dabei erklärtermaßen auf einen Verkehrsmix, um die Abhängigkeit von einzelnen Transportwegen zu verringern – eine Lehre, die angesichts wiederkehrender Niedrigwasser-Perioden am Rhein an Dringlichkeit gewinnt.
Investitionen in Wachstumsfelder
Auch abseits der Grundchemie investiert BASF in neue Geschäftsfelder. In Mumbai eröffnete der Konzern ein Performance-Labor für Windeln und Superabsorber, das technische Services für Kunden weltweit bieten soll.
Im Bereich Personal Care stellte BASF mit Floragenist eine neue Generation pflanzlicher Wirkstoffe vor, und in den USA startete nach FDA-Zulassung die Vermarktung des Sonnenschutz-Wirkstoffs Tinosorb S. In der Agrarsparte fließt zudem ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag in ein neues Climate Center am Standort Limburgerhof, das die Forschungskapazitäten stärken soll.
Für Anleger ergibt sich damit ein Bild eines Konzerns, der auf mehreren Ebenen gleichzeitig agiert: Preisdisziplin im Kerngeschäft, beschleunigter Kapitalrückfluss über den Rückkauf und selektive Investitionen in margenstärkere Nischen – während operative Risiken wie das Niedrigwasser bislang beherrschbar bleiben.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 20. August liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
