BASF, Aktie

BASF Aktie: Rückkauf erreicht 2.389.217 Aktien

Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 19:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BASF beschleunigt den Aktienrückkauf, während der Kurs steigt. Analysten bleiben uneinig, und Niedrigwasser belastet den Ausblick.

BASF kauft weiter Aktien zurück und nähert sich dem Jahreshoch
Moderne Industrieanlagen und Chemiekomplex bei Sonnenaufgang als Symbol für industrielle Stabilität. Illustration mit AI erstellt.

BASF hat in der vergangenen Woche erneut kräftig eigene Aktien vom Markt genommen. Zwischen dem 24. und 28. August erwarb der Ludwigshafener Konzern 591.251 Aktien, wie das Unternehmen in einer Kapitalmarktmitteilung bekanntgab. Die Durchschnittskurse lagen je nach Handelstag und Börsenplatz zwischen 51,38 und 52,45 Euro. Seit dem Start des laufenden Programms am 3. August summiert sich das Volumen damit auf 2.389.217 Aktien.

Der Rückkauf ist kein Strohfeuer, sondern läuft seit Wochen mit hohem Tempo. Für Anleger ist das ein Signal: BASF nutzt die Barmittel gezielt, um die Zahl ausstehender Aktien zu verringern und damit den Gewinn je Aktie zu stützen – ein Vorgehen, das gerade in Zeiten, in denen der Kurs anzieht, zusätzlich Vertrauen in die eigene Bewertung signalisiert.

Kurs nähert sich dem Jahreshoch

Die Aktie honoriert den Rückkauf mit spürbarem Auftrieb. Am Montag legte das Papier um 1,7 Prozent auf 53,19 Euro zu und bewegt sich damit nur noch 3,4 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 55,05 Euro, das der Titel im April markiert hatte. Nach einem schwachen Zwischentief im Herbst hat sich die Aktie damit deutlich erholt und zählt zu den festeren Werten im deutschen Chemiesektor.

Gestützt wird das Bild von der Dividendenpolitik: Für das laufende Geschäftsjahr wird eine Ausschüttung von 2,25 Euro je Aktie erwartet, was beim aktuellen Kursniveau einer Rendite von rund 4,1 Prozent entspricht.

Analysten sehen im Schnitt ein Kursziel von 51 Euro, wobei die Einschätzungen mit einer Spanne von 40 bis 61 Euro weit auseinandergehen – ein Hinweis darauf, dass die Meinungen zur weiteren Entwicklung des Chemiekonzerns geteilt bleiben.

Blick auf die kommenden Quartalszahlen

Operativ hatte BASF im zweiten Quartal mit einem Ergebnis je Aktie von 4,78 Euro überzeugt, nach nur 0,09 Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um gut neun Prozent auf 17,21 Milliarden Euro.

Die nächsten Geschäftszahlen zum dritten Quartal sind für den 28. Oktober angekündigt. Bis dahin dürfte das Rückkaufprogramm ein wichtiger Taktgeber für den Aktienkurs bleiben, zumal der Konzern seine Jahresprognose bereits vor über einem Monat angehoben hatte und die Aktie seither um mehr als zehn Prozent zugelegt hat.

Belastend könnten sich hingegen die anhaltenden Probleme in der Binnenschifffahrt auswirken. Nach dem Rekordtiefstand des Rheinpegels Mitte August hat sich die Lage zwar leicht entspannt, voll beladene Schiffe können aber weiterhin nicht passieren. Für einen Konzern mit zentralem Verbundstandort am Rhein bleibt das ein Risikofaktor, auch wenn sich dieser in den aktuellen Zahlen noch nicht niedergeschlagen hat.

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