BASF, Aktie

BASF Aktie: Vier Banken fĂŒr Agrar-Exit

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 19:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BASF bereitet die Abspaltung von Agricultural Solutions vor. Der Börsengang bis Mitte 2027 bleibt abhÀngig von den Kapitalmarktbedingungen.

Luftaufnahme eines Chemiewerks bei Nacht mit leuchtendem Rohrnetz, Destillationskolonnen und Fackeln
Cinematische Drohnenaufnahme eines weitlĂ€ufigen Petrochemie-Komplexes bei Nacht aus ca. 300 Metern Höhe. Hunderte beleuchteter Rohrleitungen, Destillationskolonnen und ReaktortĂŒrme bilden ein leuchtendes Gitternetz. Bernsteinfarbene, weiß-blaue Industrielichter spiegeln sich auf dem Boden und in Dampfwolken. Anamorphe Linsenoptik, kinematisches Teal-Shadow-Grading Illustration mit AI erstellt.

BASF macht Ernst mit der Abspaltung seines AgrargeschĂ€fts. Der Chemiekonzern hat Citi, Deutsche Bank, Goldman Sachs und J.P. Morgan als globale Koordinatoren fĂŒr den geplanten Börsengang von Agricultural Solutions mandatiert. Damit rĂŒckt ein zentrales Element der "Winning Ways"-Strategie ein StĂŒck nĂ€her an die Umsetzung.

Börsenreife bis Mitte 2027 angepeilt

Die Sparte soll als eigenstĂ€ndige Societas Europaea an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert werden. BASF nennt Mitte 2027 als Zielmarke fĂŒr die Börsenreife — eine endgĂŒltige Entscheidung ĂŒber den Vollzug und den genauen Zeitpunkt des Börsengangs steht allerdings noch aus. Der Konzern verweist auf die Kapitalmarktbedingungen als entscheidenden Faktor.

Operativ ist die Trennung schon weit fortgeschritten. Rund 80 Prozent des weltweiten Agricultural-Solutions-GeschĂ€fts laufen bereits ĂŒber eigenstĂ€ndige Gesellschaften, die ein eigenes, branchenspezifisches ERP-System nutzen. Parallel baut BASF die Governance-Strukturen auf, die eine unabhĂ€ngige börsennotierte Gesellschaft braucht.

Ein MilliardengeschÀft wird selbststÀndig

Agricultural Solutions bĂŒndelt Pflanzenschutz, Saatgut, Pflanzeneigenschaften sowie biologische und digitale Lösungen fĂŒr die Landwirtschaft. Im vergangenen Jahr erzielte die Sparte 9,6 Milliarden Euro Umsatz, davon flossen 990 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung.

Als eigenstĂ€ndiges Unternehmen soll die Einheit stĂ€rker auf den Agrarmarkt zugeschnitten werden und ihr Wertpotenzial eigenstĂ€ndig heben können — losgelöst von der Konzernlogik des Mutterhauses.

Die Bankenmandatierung ist ein technischer, aber notwendiger Zwischenschritt auf dem Weg zum IPO. Ohne KonsortialfĂŒhrer lĂ€sst sich weder eine Equity Story bauen noch ein Zeitplan fĂŒr die Investorenansprache aufsetzen. Dass BASF nun namhafte HĂ€user gewinnen konnte, deutet darauf hin, dass der Konzern das Projekt trotz offener Zeitfrage ernsthaft vorantreibt.

Mehr Substanz zur kĂŒnftigen Strategie und operativen Ausrichtung will BASF beim Kapitalmarkttag am 24. November liefern. Dort sollen alle vier Mitglieder des Management Boards von Agricultural Solutions das GeschĂ€ft im Detail vorstellen — ein Termin, der zeigen dĂŒrfte, wie konkret die BörsenplĂ€ne bis dahin Gestalt angenommen haben.

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