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Bayer Aktie: FDA lässt Kerendia für Typ-1-Diabetes zu

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 11:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bayer darf Kerendia nun bei diabetischer Nierenerkrankung einsetzen. Die FDA-Entscheidung erweitert die Therapieoptionen und stützt die Pharmasparte.

Flatlay auf weißem Untergrund: weiße runde Tabletten, Marmorstößel, grünes Pflanzenblatt, Glasflakon und gedrucktes DNA-Doppelhelix-Diagramm; Beschriftungskarte mit Text PHARMA
Top-down-Arrangement: weiße Tabletten, Mörser, grünes Blatt, DNA-Diagramm, Beschriftungskarte PHARMA Illustration mit AI erstellt.

Bayer hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA heute die Zulassung für sein Präparat Kerendia (Finerenon) zur Behandlung von chronischer Nierenerkrankung bei Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes erhalten. Es ist die erste neue Therapieoption für diese Patientengruppe seit mehr als 30 Jahren.

Studiendaten stützen die Zulassung

Grundlage der Entscheidung ist die Phase-III-Studie FINE-ONE mit 242 erwachsenen Teilnehmern. Nach sechs Monaten zeigte sich eine statistisch hoch signifikante Reduktion des Albumin-Kreatinin-Verhältnisses im Urin, ein zentraler Marker für die Nierenfunktion.

Bereits nach drei Monaten sank der Wert um 22 Prozent, nach sechs Monaten um 28 Prozent. Als Nebenwirkung trat Hyperkaliämie bei 10,1 Prozent der behandelten Patienten auf, verglichen mit 3,3 Prozent unter Placebo – ein Wert, den Ärzte bei der Verschreibung im Blick behalten dürften.

Kerendia ist damit die einzige zugelassene Behandlung, die gezielt auf diese Patientengruppe zugeschnitten ist. Für Bayers Pharmasparte bedeutet die Erweiterung des Anwendungsgebiets eine zusätzliche Wachstumsperspektive in einem Markt, in dem bislang kaum neue Therapien auf den Markt kamen.

Kapitalstruktur wird parallel entlastet

Die Zulassung fällt in eine Phase, in der Bayer auch bei der Finanzierung strategisch nachjustiert. Das Geld fließt in eine neue Einheit für Bayers Langzeit-Verhütungsmittel, wobei der Konzern die Mehrheit und die operative Kontrolle über das Geschäft behält.

Für Bayer, dessen Konzernumsatz im vergangenen Geschäftsjahr bei 45,6 Milliarden Euro lag, schafft die Transaktion zusätzlichen finanziellen Spielraum, ohne dass das Unternehmen die strategische Hoheit über das Geschäftsfeld aufgibt.

Die Kombination aus regulatorischem Fortschritt in der Pharmasparte und frischem Kapital für ein weiteres Geschäftsfeld liefert Anlegern gleich zwei positive Signale binnen weniger Tage. Beide Nachrichten fügen sich in eine Erzählung, in der Bayer versucht, sich von der Last der Rechtsstreitigkeiten um Glyphosat zu lösen und den Blick stärker auf operative Fortschritte in Pharma und Agrar zu lenken.

Kursreaktion fällt moderat aus

An der Börse zeigt sich die Aktie robust: Sie notiert aktuell bei 49,10 Euro und legt am heutigen Handelstag um 0,5 Prozent zu. Damit bewegt sich das Papier weiterhin deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 42,39 Euro, ein Zeichen für den intakten mittelfristigen Aufwärtstrend. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 53,86 Euro, erreicht Anfang Juli, fehlen der Aktie noch rund 8,8 Prozent.

Die jüngsten Nachrichten liefern dem Kurs damit zwar keinen fulminanten Ausschlag, festigen aber das Bild eines Konzerns, der auf mehreren Ebenen gleichzeitig Fortschritte erzielt – regulatorisch bei Kerendia, finanziell beim LARC-Deal und strukturell bei der schrittweisen Bewältigung der Rechtsrisiken.

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