Bayer Aktie: JPMorgan dämpft Erwartungen an Q3
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 10:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am Dienstag stand im US-Bundesstaat Missouri der Unkrautvernichter Roundup im Mittelpunkt einer Gerichtsverhandlung. In dem Verfahren sagte ein Toxikologe aus, dass eine Untersuchung der US-Umweltbehörde EPA aus dem Jahr 2017 nach Abwägung der Belege keinen Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebserkrankungen beim Menschen gestützt habe. Gegenstand der Verhandlung sind die Vorwürfe dreier Klägerinnen bezüglich eines fehlerhaften Produktdesigns.
JPMorgan dämpft Erwartungen an das dritte Quartal
Analyst Richard Vosser beließ die Einstufung der Aktie auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 61 Euro. Vosser führte an, dass die frühen Erwartungen des Marktes an das dritte Quartal wohl zu hoch gegriffen seien. Als wesentliche Ursache nannte der Analyst zeitliche Effekte im Agrargeschäft.
Für Marktteilnehmer bleibt das Agrarsegment vor den anstehenden Zwischenberichten ein zentraler Faktor. Verschiebungen bei der Nachfrage prägen in diesem Geschäftsbereich traditionell den Verlauf der einzelnen Quartale.
Die Vorlage der Geschäftszahlen ist für den 3. November terminiert. An den Börsen verzeichnete die Aktie heute ein Plus von 0,5 Prozent auf 43,15 Euro.
Milliardeninvestition in Ohio und regulatorischer Schritt bei Finerenon
Parallel zu den Entwicklungen im Agrar- und Rechtsbereich treibt Bayer den Ausbau seines Pharmageschäfts voran. Am 2. Oktober kündigte das Unternehmen eine Investition von 2,2 Milliarden US-Dollar in einen neuen Produktionsstandort in New Albany im Bundesstaat Ohio an. Dort sollen nach Unternehmensangaben rund 600 dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen werden.
Der Zeitplan für die neue US-Fertigungsstätte reicht weit in das nächste Jahrzehnt hinein. Die Wirkstoffproduktion soll im Jahr 2031 starten, während die Herstellung fertiger Arzneimittel für 2034 angesetzt ist. Mit dem Projekt erweitert der Konzern seine Produktionskapazitäten auf dem US-Markt.
Im Bereich der Medikamentenentwicklung gab es ebenfalls Neuigkeiten aus den USA. Die US-Arzneimittelbehörde FDA nahm den ergänzenden Zulassungsantrag für den Wirkstoff Finerenon, der unter dem Handelsnamen Kerendia geführt wird, zur Prüfung an.
Die Erweiterung zielt auf die Behandlung von Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung ohne Diabetes ab und stützt sich auf Ergebnisse der klinischen Phase-III-Studie FIND-CKD. Die Annahme des Antrags durch die Behörde markiert den Beginn des offiziellen Prüfverfahrens und ist noch keine Marktzulassung für die zusätzliche Indikation.
Bayer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bayer-Analyse vom 9. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Bayer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bayer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bayer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
