Bayer Aktie: Vergleichsangebot bis 7,25 Milliarden Dollar
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 07:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Leverkusener Agrar- und Pharmakonzern Bayer arbeitet an der schrittweisen Bereinigung alter Rechtsrisiken. Gleichzeitig ordnet das Unternehmen Teile seines ArzneimittelgeschÀfts neu, um Mittel freizusetzen und das Portfolio zu schÀrfen. Anleger blicken dabei vor allem auf die juristischen Entwicklungen in den USA.
Gestern schloss das Papier im Handel bei 49,51 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Wertzuwachs von 34 Prozent.
Anhörung zum Milliardenvergleich in den USA
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht weiterhin der Rechtskomplex um den Unkrautvernichter Roundup. Bayer strebt in diesem Verfahren eine Einigung mit einem Volumen von bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar an.
Die Hoffnung auf eine rechtliche Entlastung basiert auch auf einem wegweisenden Schiedsspruch. Am 25. Juni entschied der US Supreme Court im Durnell-Fall mit einer Mehrheit von sieben zu zwei Stimmen fĂŒr das Unternehmen.
Die obersten Richter stellten fest, dass Zulassungsvorgaben der US-Bundesbehörden Vorrang vor den Rechtsvorschriften einzelner Bundesstaaten haben. Dieses Urteil entzog Tausenden Klagen wegen angeblich fehlender Krebs-Warnhinweise das Fundament.
Selektive Abgaben und ZuwÀchse in der Pharma-Sparte
Parallel zu den Rechtsstreitigkeiten treibt der Konzern die Bereinigung des Produktbestands voran.
Im GeschĂ€ftsjahr 2025 steuerte das Onkologie-PrĂ€parat noch einen Erlös von 338 Millionen Euro bei. Der Patentschutz fĂŒr den Wirkstoff Regorafenib lĂ€uft in der EuropĂ€ischen Union im Jahr 2029 und in den USA im Jahr 2030 aus. Die Transaktion soll bis Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen werden.
Operative Fortschritte verbucht Bayer zudem in der eigenen Entwicklungspipeline. Es handelt sich um die erste neue Therapieoption in diesem Bereich seit ĂŒber 30 Jahren.
Nach frĂŒheren Freigaben fĂŒr Patienten mit Typ-2-Diabetes im Jahr 2021 und Herzinsuffizienz im Jahr 2025 markiert dies die dritte Indikation auf dem US-Markt.
Auch auf der EigentĂŒmerseite gab es VerĂ€nderungen.
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