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Berkshire Hathaway Aktie: Oregons Oberstes Gericht prüft PacifiCorp-Urteil

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 02:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Oberste Gerichtshof Oregons prüft ein aufgehobenes Urteil über 1,25 Milliarden US-Dollar; mögliche weitere Forderungen bleiben offen.
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Die Waldbrandklagen gegen Berkshires Tochter PacifiCorp beschäftigen das höchste Gericht Oregons. Gestern prüfte es laut Reuters, ob ein aufgehobenes Schadenersatzurteil wiederhergestellt werden soll. Für Berkshire Hathaway liegt darin ein erhebliches finanzielles Risiko auf Tochterebene: Die Verfahren könnten für PacifiCorp zu Schadenersatz in zweistelliger Milliardenhöhe führen. Eine solche Verpflichtung steht jedoch nicht fest.

Aufgehobenes Urteil erneut auf dem Prüfstand

Im Mittelpunkt steht ein Urteil über 1,25 Mrd. US-Dollar zugunsten von 201 Klägern. Das Berufungsgericht hatte es am 8. April wegen fehlerhafter Anweisungen an die Geschworenen aufgehoben.

Damit geht es zunächst um die Frage, ob die frühere Entscheidung Bestand haben kann. Der Oberste Gerichtshof kann das Urteil wiederherstellen oder die Aufhebung bestätigen und den Fall zurückverweisen. Die gestrige Befassung ist deshalb nicht mit einer endgültigen Schadenersatzpflicht gleichzusetzen.

Eine Jury hatte PacifiCorp 2023 für vier Waldbrände aus dem Jahr 2020 verantwortlich gemacht. Betroffen sind die Brände Santiam Canyon, Echo Mountain Complex, South Obenchain und 242.

PacifiCorp bestreitet Fahrlässigkeit. Das Unternehmen verweist unter anderem auf die große räumliche Entfernung zwischen den Bränden. Dieser Einwand gehört zur Verteidigung gegen die gemeinsame Behandlung der Ansprüche.

Weitere Ansprüche erhöhen die Tragweite

Die finanzielle Bedeutung reicht über die bereits verhandelten Einzelfälle hinaus. Mehr als 1.000 weitere Kläger warten auf Verfahren. Bei einer Wiederherstellung des Urteils könnten deshalb zusätzliche Schadenersatzforderungen erhebliches Gewicht bekommen.

Die mögliche zweistellige Milliardenbelastung ist dabei ein Risikoszenario und keine bereits festgesetzte Zahlung. Für Anleger ist diese Unterscheidung entscheidend: Gegenstand der gerichtlichen Prüfung sind sowohl der Bestand des früheren Urteils als auch die Grundlage für weitere Verfahren.

Bis zum 30. Juni schloss PacifiCorp Vergleiche über rund 2,3 Mrd. US-Dollar mit Klägern außerhalb der zertifizierten Sammelklage. Zusätzlich vereinbarte das Unternehmen im Februar 575 Mio. US-Dollar zur Beilegung von Forderungen der US-Regierung.

Diese Einigungen sind vom jetzt geprüften Urteil zu trennen. Die Vereinbarung mit der Regierung betrifft Ansprüche wegen Waldbränden in Oregon und Kalifornien.

Verfahrensausgang bleibt für Berkshire entscheidend

Für Berkshire-Anleger steht damit die Entwicklung der Rechtsrisiken bei PacifiCorp im Vordergrund. Die bereits vereinbarten Vergleiche zeigen die finanzielle Tragweite der Waldbrandverfahren. Sie erledigen jedoch nicht die Ansprüche der Klägergruppe vor dem höchsten Gericht Oregons.

Entscheidend ist nun, ob das aufgehobene Urteil zurückkehrt oder weitere gerichtliche Schritte erforderlich werden. Erst der Verfahrensausgang wird klären, welche Grundlage für zusätzliche Schadenersatzansprüche bestehen bleibt.

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