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Bitcoin: BlackRocks IBIT verliert Anleger

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 04:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
BlackRocks IBIT verzeichnete hohe Rücknahmen, während Fidelitys FBTC Zuflüsse meldete; insgesamt zogen Anleger erneut Geld aus US-Spot-ETFs ab.
Ein Investor in einem modernen Büro sitzt nachdenklich vor einem Laptop. Illustration mit AI erstellt.

Die jüngsten Abflüsse aus US-Bitcoin-Spot-ETFs konzentrieren sich auf BlackRocks IBIT. Zugleich verzeichnete Fidelitys FBTC einen Zufluss. Damit zeigt sich bei den einzelnen Fonds ein unterschiedliches Bild – trotz erneuter Nettoabzüge aus der Produktgruppe. Für Bitcoin kommt diese Entwicklung zu einem Vertrauensschaden durch den Sicherheitsvorfall bei Binance hinzu.

BlackRock prägt die jüngsten Fondsbewegungen

Am Montag flossen aus US-Bitcoin-Spot-ETFs netto 398,6 Millionen Dollar ab. Auf BlackRocks IBIT entfielen Rückzüge von 405,3 Millionen Dollar. Fidelitys FBTC verbuchte dagegen Zuflüsse von 6,7 Millionen Dollar und glich damit einen Teil der Abzüge aus.

Diese Verteilung ist für die Einordnung wichtig: Die Rückzüge bei IBIT überstiegen den Nettoabfluss der gesamten Produktgruppe. Der positive Beitrag von Fidelity widerspricht zugleich dem Bild ausschließlich gleichgerichteter Fondsbewegungen. Er reichte allerdings nicht aus, um die Gesamtrichtung zu drehen.

Bereits am Freitag hatten Anleger netto 643,2 Millionen Dollar aus den US-Bitcoin-Spot-ETFs abgezogen. Das war der größte Tagesabfluss seit Juni. Die Rückzüge drückten die Nettobilanz für Oktober auf einen Abfluss von 515 Millionen Dollar.

Der jüngste Handelstag mit erfassten Fondsbewegungen brachte somit keine Rückkehr zu Nettozuflüssen. Allerdings fiel der Abzug geringer aus als am Freitag. Daraus lässt sich noch keine Trendwende ableiten: Beide Tage standen unter dem Strich für Kapitalrückzüge.

Binance-Ausgleich beseitigt nicht jeden Belastungsfaktor

Parallel belasten die Folgen des Sicherheitsvorfalls bei Binance das Vertrauen in den Kryptomarkt. Wie Reuters am Freitag berichtete, waren Wallets betroffen, die Binance zur Transaktionsabwicklung nutzte. Der Angriff traf die Handelsplattform – nicht das Bitcoin-Netzwerk. Diese Unterscheidung ist wesentlich: Der Vorfall belegt keinen Sicherheitsbruch bei Bitcoin selbst.

Am Samstag erklärte Binance laut Reuters, bereits 90 Prozent des gestohlenen Betrags aus eigenen Mitteln ersetzt zu haben. Das Unternehmen habe rund 6,34 Milliarden Dollar zur Verlustdeckung zurückgestellt. Die verbleibenden 10 Prozent bestünden aus weniger liquiden Token.

Die zugesagte Verlustdeckung adressiert damit die Folgen für die betroffenen Bestände. Sie ist jedoch von der Nachfrage nach Bitcoin-Fonds zu trennen. Für Anleger stehen zwei unterschiedliche Entwicklungen nebeneinander: Binance arbeitet an der Deckung des Schadens, während aus US-Spot-ETFs weiterhin netto Geld abfließt. Eine Entspannung auf der einen Seite bedeutet deshalb noch keine Erholung auf der anderen.

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