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Bitcoin: Citi startet Verwahrdienste für Institutionen

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 04:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Banken und Vermögensverwalter drängen in den Bitcoin-Markt, während Zuflüsse in ETFs Rekordniveau erreichen. Sicherheitslücken bei Wallets trüben die positive Entwicklung.

Bitcoin-Kurs stabil: Institutionelle Anleger entdecken Krypto zunehmend
Ein Hardware-Wallet auf einem Konferenztisch in einem modernen Bürogebäude mit Blick auf eine Skyline bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während der Kurs von Bitcoin sich nach dem jüngsten Short-Squeeze stabilisiert, verdichten sich die Signale für eine breitere institutionelle Verankerung der Kryptowährung. Gleich mehrere Ankündigungen aus den vergangenen Tagen zeigen: Banken, Vermögensverwalter und Regulierer rücken näher an den Markt heran.

Citigroup kündigte am Montag an, noch in diesem Jahr Bitcoin-Verwahrdienste für institutionelle Kunden zu starten. Die Großbank will digitale Vermögenswerte in ihre bestehende Infrastruktur für traditionelle Anlagen integrieren – ein Schritt, der Bitcoin als Anlageklasse für konservative Großanleger zugänglicher machen dürfte. Am selben Tag meldete die von Vivek Ramaswamy geführte Vermögensverwaltung Strive den Kauf von 1.110 BTC im Rahmen einer neuen Bilanzstrategie.

ETF-Zuflüsse untermauern die Nachfrage

Die institutionelle Aufholjagd zeigt sich auch bei den US-Spot-Bitcoin-ETFs. Am Montag verzeichneten die Fonds den sechsten Tag in Folge mit Netto-Zuflüssen, in Summe kamen über diesen Zeitraum 2,26 Milliarden Dollar zusammen.

Die Woche bis zum 21. August brachte mit 1,92 Milliarden Dollar den stärksten wöchentlichen Zufluss seit Oktober 2025. Diese Mittel treffen auf einen Markt, der laut Fundstrat-Analysten von "nachhaltigeren" Kaufströmen getragen wird als von kurzfristiger Spekulation – eine Einschätzung, die das Haus am Dienstag äußerte.

Die Analysten von BTIG hingegen warnten zur gleichen Zeit, die aktuelle Rally erinnere an die kurzlebige Erholung vom Januar 2023 und könnte ähnlich schnell verpuffen.

Auf der regulatorischen Seite bewegt sich ebenfalls einiges. Die US-Börsenaufsicht SEC legte am 18. August den Entwurf einer "Regulation Crypto Assets" vor, die zwei Ausnahmeregelungen für die Registrierungspflicht vorsieht – bis zu 5 Millionen Dollar für Start-ups und bis zu 75 Millionen Dollar für größere Kapitalrunden – sowie einen sicheren Hafen für die Frage, wann ein Investmentvertrag endet.

Am selben Tag veröffentlichte das Financial Accounting Standards Board einen Vorschlag, der klären soll, ob Bitcoin unter bestimmten Bedingungen als "Zahlungsmitteläquivalent" in Unternehmensbilanzen geführt werden kann. Beide Vorstöße adressieren zentrale Hürden, die bislang viele Firmen von einer Bilanzierung abhielten.

Sicherheitsvorfälle trüben das Bild

Nicht alle Nachrichten der vergangenen Woche fielen positiv aus. Sicherheitsforscher von Galaxy Research bestätigten am 18. August einen Firmware-Fehler bei Coldcard-Hardware-Wallets des Herstellers Coinkite, durch den bereits 1.719 BTC – umgerechnet rund 111 Millionen Dollar – gestohlen wurden. Der Gesamtschaden könnte auf bis zu 2.055 BTC anwachsen.

Parallel dazu meldeten SafePal und Bits of Gold Datenlecks, von denen zusammen mehr als 253.000 Kunden betroffen waren; private Schlüssel oder Guthaben blieben den Angaben zufolge unangetastet. Auch der Hardware-Hersteller Trezor hatte bereits am 13. August eine Datenpanne über seinen Versanddienstleister ShipMonk eingeräumt, von der knapp 13.700 Kunden betroffen waren.

Zusätzlich wächst der Bitcoin-Bestand außerhalb der USA. Das japanische Investmentunternehmen Metaplanet gab am Dienstag bekannt, eine Mehrheitsbeteiligung von 95,7 Prozent an Superplanet zu übernehmen, um seine unternehmensweite Bitcoin-Akkumulationsstrategie auszubauen.

Die Human Rights Foundation kündigte zeitgleich neue Fördermittel in Höhe von 500 Millionen Satoshis für 26 Projekte an, die sich um Protokollsicherheit und finanzielle Freiheit für Dissidenten kümmern.

Der Bitcoin-Kurs notiert aktuell bei 78.558 US-Dollar und hat damit binnen 30 Tagen um 20 Prozent zugelegt. Die Kombination aus wachsender institutioneller Nachfrage, regulatorischer Klärung und anhaltenden Sicherheitsrisiken bei Verwahrlösungen dürfte die Debatte über die Reife des Marktes in den kommenden Wochen weiter prägen.

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