Bitcoin: Grayscale gibt grünes Licht
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 20:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Analystenruf, der sich gehalten hat: Grayscale-Forschungschef Zach Pandl bleibt bei seiner Einschätzung, dass Bitcoin sein Tief für den laufenden Bärenmarkt bereits im Sommer erreicht hat. Bei rund 58.000 Dollar habe die Talsohle Ende Juni gelegen, sagte Pandl. Für den Vermögensverwalter ist das mehr als nur eine Randnotiz — es ist die Basis für eine klare Kaufempfehlung an die eigenen Kunden.
Bitcoin notierte zuletzt oberhalb von 76.000 Dollar, ein Plus von 0,8 Prozent binnen 24 Stunden. Vom Rekordhoch bei etwa 126.000 Dollar bleibt die Kryptowährung damit weiterhin rund 39 Prozent entfernt. Die Erholung seit dem Junitief ist also spürbar, ein neuer Höchststand aber noch weit weg.
Drei Kriterien, ein grünes Licht
Pandl stützt seine Einschätzung auf ein dreiteiliges Bewertungsraster: den langfristigen strukturellen Trend, die Phase im Marktzyklus und das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Alle drei Bedingungen seien inzwischen erfüllt, so der Grayscale-Stratege — von anhaltender Akzeptanz digitaler Vermögenswerte über die bereits durchlaufene Bärenphase bis zum makroökonomischen Hintergrund.
Damit steht Pandl nicht allein. Auch Coinbase-Chef Brian Armstrong hatte sich Anfang der Woche ähnlich geäußert und einen zweijährigen Aufwärtstrend bis zum nächsten Halving in Aussicht gestellt. Zwei prominente Stimmen aus der Branche, die in dieselbe Richtung zeigen — das dürfte bei institutionellen Anlegern Gehör finden.
Neben Bitcoin lenkte Pandl den Blick auch auf Zcash, das Grayscale seit rund neun Jahren über ein eigenes Anlageprodukt anbietet. Seine These: Bitcoin fehle eine Privatsphäre-Schicht, die Zcash mit seinem Fokus auf Anonymität besetze. Anders als Bitcoin mit seinem transparenten Design ziele Zcash auf einen "unterausgeschöpften" Nischenmarkt, der mit wachsender Bedeutung künstlicher Intelligenz an Relevanz gewinnen könnte.
Für Bitcoin bleibt die Kernbotschaft die entscheidende: Ein einflussreicher Vermögensverwalter hat seine Bodenbildungs-These nicht revidiert, sondern in eine aktive Allokationsempfehlung übersetzt. Ob sich die Erholung von der 58.000-Dollar-Marke bis zum nächsten Halving fortsetzt, wird sich an der Reaktion weiterer institutioneller Adressen zeigen.
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