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BKW Aktie: Kraftwerk Turbach ist in Betrieb

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 04:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Anlage in Saanen soll jÀhrlich rund 7,3 GWh Strom liefern; BKW hÀlt 55 Prozent am Gemeinschaftsprojekt.
Modernes Wasserkraftwerk in einer alpinen Gebirgslandschaft bei Sonnenaufgang. Illustration mit AI erstellt.

BKW und aventron haben das Wasserkraftwerk Turbach nach rund zweijĂ€hriger Bauzeit in Betrieb genommen. Das teilte BKW gestern mit. FĂŒr Anleger ist damit ein konkreter Projektfortschritt erreicht: Die Anlage wechselt von der Bauphase in den Betrieb. Daraus lĂ€sst sich allerdings kein unmittelbarer Auslöser fĂŒr die jĂŒngste Kursentwicklung ableiten.

Turbach erreicht die Betriebsphase

Das Kraftwerk in Saanen soll jĂ€hrlich rund 7,3 GWh erneuerbaren Strom erzeugen. Die Investitionskosten beliefen sich nach Unternehmensangaben auf rund 16 Millionen Franken. Die erwartete Jahresproduktion beschreibt dabei das Erzeugungsziel und ist noch keine gemessene Betriebsleistung ĂŒber ein vollstĂ€ndiges Jahr.

Mit der Inbetriebnahme steht fĂŒr die Einordnung nicht mehr der Baufortschritt im Mittelpunkt, sondern die Stromerzeugung der Anlage. Der erreichte Meilenstein ist deshalb von der erwarteten jĂ€hrlichen Produktion zu unterscheiden: Der Betriebsstart ist vollzogen, die genannte Strommenge bleibt eine Erwartung.

An der Kraftwerk Turbach AG hĂ€lt BKW 55 Prozent, aventron besitzt 45 Prozent. BKW ist damit der Mehrheitseigner des Gemeinschaftsprojekts. FĂŒr AktionĂ€re gehört diese Beteiligungsstruktur zur Bewertung der Nachricht: Turbach ist kein vollstĂ€ndig BKW gehörendes Kraftwerk, sondern ein gemeinsam getragenes Projekt.

Unterschiedliche Fortschritte bei Energieprojekten

Der Betriebsstart ergĂ€nzt die vor gut drei Wochen gemeldete Übernahme des Windparks Öhringen-Karlsfurt in Baden-WĂŒrttemberg. Dessen Inbetriebnahme ist fĂŒr das erste Quartal 2027 vorgesehen. Die erwartete jĂ€hrliche Stromproduktion liegt bei mehr als 80 GWh.

Beide Nachrichten betreffen erneuerbare Stromerzeugung, markieren aber unterschiedliche ProjektstĂ€nde. WĂ€hrend Turbach den Betrieb aufgenommen hat, liegt der vorgesehene Betriebsbeginn des Windparks noch in der Zukunft. FĂŒr Anleger ist diese Trennung wichtiger als eine gemeinsame Betrachtung sĂ€mtlicher Erzeugungserwartungen als bereits verfĂŒgbare Leistung.

Gerber-Erwerb bleibt ein eigener Vorgang

Daneben fĂŒhrt das Bundeskartellamt ein Fusionskontrollverfahren zum mittelbaren Kontroll- und Anteilserwerb an Gerber Architekten GmbH und Gerber Architekten International GmbH durch BKW. Die Anmeldung vom 19. Oktober trĂ€gt das Aktenzeichen B1-149/26.

Dieser Vorgang ist vom operativen Fortschritt in Turbach zu trennen. Eine Anmeldung zur Fusionskontrolle ist keine abgeschlossene Übernahme. Die jĂŒngste Nachricht liefert somit einen klar umrissenen Fortschritt bei der Stromerzeugung, wĂ€hrend der Gerber-Erwerb Gegenstand des kartellrechtlichen Verfahrens ist. FĂŒr die Bewertung von BKW zĂ€hlt, diese unterschiedlichen Meilensteine nicht gleichzusetzen.

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