Blackstone, Aktie

Blackstone Aktie: Drei Deals an einem Tag

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 20:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Blackstone veräußert Clarion Events, beteiligt sich an Lambdas Finanzierungsrunde und zählt zu den Interessenten für Sankei Building.

Blackstone: Messeverkauf, KI-Investment und Japan-Gebot im Fokus
Moderne Büroarchitektur bei goldenem Licht, symbolisch für großangelegte Investitionen und Finanzmarktaktivitäten. Illustration mit AI erstellt.

Blackstone ist an diesem Dienstag gleich an drei Transaktionen beteiligt. Der Finanzinvestor verkauft eine Messetochter, steigt bei einem KI-Cloudanbieter ein und bereitet ein Gebot für eine Immobiliensparte in Japan vor. Die Geschäfte zeigen, wie breit der Konzern aufgestellt ist.

Exit: Clarion Events geht an Informa

Der britische Messekonzern Informa übernimmt den Veranstalter Clarion Events für 2,24 Milliarden Pfund. Zu Clarion gehören mehr als 100 B2B-Marken, darunter die IFA Berlin, die Rüstungsmesse DSEI und die Glücksspielmesse ICE in Barcelona.

Der Kaufpreis entspricht dem 11,1-Fachen des für 2027 erwarteten EBITDA. Informa finanziert den Zukauf teilweise über eine Kapitalerhöhung und setzt sein Aktienrückkaufprogramm vorerst aus. Der Abschluss ist für das vierte Quartal vorgesehen.

Einstieg: Lambda vor dem Börsengang

Parallel führt Blackstone gemeinsam mit Coatue Management eine Finanzierungsrunde beim Cloudanbieter Lambda an, der von Nvidia unterstützt wird. Das Unternehmen will bis zu 4 Milliarden Dollar einsammeln, bei einer Bewertung von 14,5 Milliarden Dollar vor der Runde. Es wäre die letzte Runde vor einem geplanten Börsengang im Jahr 2027, der von Umsetzung und Marktlage abhängt.

Der Auftragsbestand sprang von 15 Milliarden Dollar im Juni auf 50 Milliarden Dollar im September. Das erklärt, warum Investoren bereit sind, hohe Summen zu zahlen.

Gebot: Japans Immobilienmarkt lockt

In Japan zählt Blackstone neben Bain Capital und Warburg Pincus zu den Interessenten für die Immobiliensparte Sankei Building des Senders Fuji Media. Endgültige Gebote werden bis Ende Oktober erwartet. Fuji Media peilt eine Bewertung von rund 1 Billion Yen inklusive Schulden an. Das wären etwa 6,3 Milliarden Dollar. Auch der kanadische Investor BGO will ein verbindliches Angebot abgeben.

Ein Verkauf der gesamten Sparte wäre eine der größten Immobilienübernahmen in der Geschichte Japans. Ein Minderheitsaktionär fordert mehr Transparenz. Er warnt, dass die Größe des Portfolios den Käuferkreis auf wenige Finanzinvestoren begrenzen und den Preis drücken könnte. Fuji Media erklärt, Art, Umfang und Zeitpunkt möglicher Investitionen würden noch geprüft.

Japan gilt als einer der gefragtesten Immobilienmärkte. Die Grundstückspreise stiegen zuletzt das fünfte Jahr in Folge, und das Volumen der Immobilien-Übernahmen liegt laut LSEG-Daten bislang 45 Prozent über dem Vorjahr.

Für Blackstone stehen damit konkrete Termine an. Der Clarion-Verkauf soll im vierten Quartal abgeschlossen werden, die Gebotsfrist für Sankei Building läuft Ende Oktober ab, und Lambda strebt den Börsengang für 2027 an.

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