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Blackstone Aktie: Gray warnt vor KI-Korrektur

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 17:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Jon Gray mahnt vor möglichen KI-Korrekturen, während Blackstone Finanzierungen für KI, Medizintechnik und Flüssiggas vereinbart.
Abstrakte, stimmungsvolle Darstellung einer Finanzumgebung mit Fokus auf Marktvolatilität und Vorsicht. Illustration mit AI erstellt.

Blackstone-Präsident Jon Gray hat gestern vor einer möglichen Korrektur im KI-Sektor gewarnt. Gleichzeitig beteiligt sich das Unternehmen an einer milliardenschweren Finanzierung für KI-Infrastruktur. Die Aktie gewinnt heute 5,0%. Grays Aussagen und die Finanzierungsvereinbarung sind allerdings nicht als Auslöser dieses Kursanstiegs belegt.

KI-Ausbau braucht zusätzliches Kapital

Laut Reuters sagte Gray, globale Technologiekonzerne müssten mehr Eigenkapital aufnehmen, um die Nachfrage der KI-Branche zu bedienen. Seine Warnung vor einem möglichen Rückschlag setzt damit einen Kontrapunkt zu den hohen Finanzierungsanforderungen des Sektors.

Blackstone steht dabei selbst auf der Finanzierungsseite. Gemeinsam mit Bank of America, Citi und Morgan Stanley kündigte das Unternehmen am 26. Oktober eine Finanzierungsstruktur über 63 Milliarden $ an. Sie soll Broadcom-KI-Beschleuniger und Netzwerkausrüstung für Anthropic finanzieren.

Blackstone ist nach Unternehmensangaben der alleinige Anbieter der zugesagten zweitrangig besicherten Finanzierung innerhalb dieser Struktur. Die Gesamtsumme ist deshalb nicht mit einem alleinigen Finanzierungsbeitrag von Blackstone gleichzusetzen. Für Anleger gehören beide Aspekte zusammen: die Beteiligung am Ausbau der KI-Infrastruktur und Grays Hinweis auf mögliche Korrekturen.

Neue Vereinbarungen außerhalb des KI-Sektors

Auch außerhalb der Technologiebranche hat Blackstone neue Finanzierungs- und Investitionsvereinbarungen bekannt gegeben. Am Montag kündigte Blackstone Life Sciences eine Zusammenarbeit mit Boston Scientific über 455 Millionen $ an. Das Geld soll die Entwicklung der Herzpumpe VITALYST mitfinanzieren.

Boston Scientific entwickelt das Produkt für Patienten mit kardiogenem Schock. Blackstone Life Sciences beteiligt sich an der Entwicklungsfinanzierung. Es handelt sich damit um die Finanzierung eines Entwicklungsprogramms und nicht um die Übernahme eines bereits abgeschlossenen Produkts.

Ebenfalls am Montag vereinbarten von Blackstone Credit & Insurance verwaltete Fonds und kanadische institutionelle Investoren eine Investition von 3,1 Milliarden $. Dafür sollen sie einen nicht kontrollierenden Anteil von 49,9% an einer Mitsubishi-Corporation-Tochter erwerben. Diese hält Mitsubishis Beteiligung an LNG Canada.

Die Vereinbarung erweitert die jüngsten Aktivitäten um eine Beteiligung im Flüssiggasgeschäft. Sie ist als vereinbarte Investition zu verstehen, nicht als bereits abgeschlossener Erwerb.

Quartalszahlen als wirtschaftlicher Bezugspunkt

Einen Bezugspunkt für die Einordnung liefert das dritte Quartal 2026. Blackstone meldete ausschüttungsfähige Erträge von 1,7 Milliarden $ und gebührenbezogene Erträge von 1,6 Milliarden $.

Die jüngsten Vereinbarungen zeigen unterschiedliche Einsatzfelder für Kapital: KI-Infrastruktur, medizinische Entwicklung und Flüssiggas. Sie sind jedoch keine bereits realisierten Erträge. Der heutige Kursgewinn ändert an dieser Unterscheidung ebenso wenig wie an Grays ausdrücklichem Vorbehalt gegenüber der Entwicklung des KI-Sektors.

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