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Block Aktie: FTC verlangt interne Dokumente

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 06:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die FTC verlangt gerichtlich interne Belege zu Beschwerden über gesperrte Konten; Block erklärt, mit der Behörde zusammenzuarbeiten.

Schwarzweiß-Reportage mobiles Bezahlen auf Straßenmarkt, Block Inc. Fintech
Block Inc. dokumentiert mobile Zahlungen auf Straßenmärkten weltweit, ISIN US8522341036 steht für finanzielle Inklusion Illustration mit AI erstellt.

Die US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) geht Beschwerden über blockierte Nutzerkonten bei den Block-Diensten Square und Cash App nach. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg gestern berichtete, beantragte die Behörde bei einem US-Bundesgericht eine Anordnung zur Herausgabe von Dokumenten.

Im Kern steht der Vorwurf, der Zahlungsdienstleister habe Kunden nach Sperrungen unzureichend betreut und dadurch US-Verbraucherschutzgesetze verletzt. An der Börse gab das Papier am Donnerstag leicht nach und schloss bei 67,10 Euro.

Mehr als 1.500 Beschwerden über eingefrorene Gelder

Den veröffentlichten Gerichtsunterlagen zufolge reichte die FTC ihren Antrag beim Bundesgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien ein. Die Ermittlungen laufen bereits seit vergangenem Jahr. Auslöser waren mehr als 1.500 Verbraucherbeschwerden über blockierte oder deaktivierte Konten.

Betroffene Nutzer meldeten, seit 2022 teilweise über längere Zeiträume hinweg nicht an ihre Gelder herangekommen zu sein. Die gemeldeten Summen beliefen sich auf bis zu 2,5 Millionen US-Dollar, selbst nachdem Identitäts- und Bankdaten verifiziert worden waren.

Block erklärte, das Unternehmen arbeite konstruktiv mit der Behörde zusammen. Nach einer zivilrechtlichen Ermittlungsaufforderung im Januar 2026 verlangt die FTC nun gerichtlich die Offenlegung weiterer interner Nachweise.

Die Ermittler prüfen insbesondere, ob ein massiver Stellenabbau den Kundensupport entscheidend beeinträchtigt hat. Block hatte im Februar den Abbau von 4.000 Arbeitsplätzen angekündigt und parallel auf eine stärkere Integration von künstlicher Intelligenz gesetzt.

Vorläufige Geschäftszahlen und Termine

Die behördlichen Untersuchungen treffen den Konzern in einer Phase operativer Neuausrichtung. Im zweiten Quartal 2026 hatte der Bruttogewinn im Jahresvergleich um 25 Prozent auf 3,17 Milliarden US-Dollar zugelegt, getragen von Zuwächsen bei Cash App und Square.

Für das dritte Quartal 2026 stellte Block für Cash App zuletzt einen vorläufigen Bitcoin-Ökosystemumsatz von 1,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Dieser Posten spiegelt vor allem das über die Plattform abgewickelte Kaufvolumen wider.

Zudem erwartet der Konzern auf seine Bitcoin-Bestände zum Stichtag Ende September einen ungeprüften Neubewertungsgewinn von 229,7 Millionen US-Dollar, der das Nettoergebnis unterhalb des operativen Gewinns betrifft.

Trotz des jüngsten Rücksetzers um 1,4 Prozent verzeichnet der Titel seit Jahresanfang ein Plus von 20 Prozent. Endgültige Klarheit über die Geschäftsentwicklung im vergangenen Quartal erhalten Marktteilnehmer am 3. November 2026. An diesem Tag will Block den vollständigen Finanzbericht für das dritte Quartal vorlegen. Parallel dazu wird der Ausgang des Verfahrens mit der FTC darüber entscheiden, ob dem Finanzkonzern zusätzliche rechtliche Auflagen drohen.

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