BMW Aktie: Nedeljkovi? lehnt Schutzzölle ab
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 18:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im europäischen Automobilsektor nimmt die Auseinandersetzung über den Umgang mit Importen aus Fernost an Schärfe zu. Vor diesem Hintergrund hat sich BMW-Chef Milan Nedeljkovi? gestern gegen die Einführung zusätzlicher Zölle ausgesprochen.
Statt protektionistischer Barrieren plädiert der Konzernlenker für freiwillige Vereinbarungen über marktbasierte Preise. An der Börse steht das Papier der Münchner heute unter Abgabedruck: Der Kurs verliert 3,2 Prozent auf 58,22 Euro, nachdem er am Dienstag noch bei 60,12 Euro geschlossen hatte.
Debatte über Marktbedingungen in Europa
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters warnte Nedeljkovi? vor Angeboten chinesischer Hersteller, die auf dem hiesigen Markt zu nicht nachvollziehbar günstigen Konditionen bereitgestellt würden.
Der Konzernchef sieht in diesem Vorgehen ein Ungleichgewicht, bevorzugt zur Regulierung jedoch den diplomatischen Weg über preisliche Vereinbarungen. Der Vorstoß spiegelt die angespannte Lage der europäischen Hersteller wider, die zunehmend durch fernöstliche Anbieter unter Zugzwang geraten.
Die Belastungen beschränken sich dabei nicht auf die Fahrzeughersteller selbst, sondern erfassen die gesamte Wertschöpfungskette. Am 16. September hatten bereits Beschäftigte des Zulieferers Bosch auf europäischer Ebene Maßnahmen gegen drohende Stellenverluste verlangt.
Auch diese Entwicklung führten Branchenbeobachter auf den Druck durch ausländische Wettbewerber, tarifäre Unsicherheiten sowie anhaltend hohe Produktionskosten am Standort Europa zurück.
Stellenanpassungen und laufende Aktienrückkäufe
Das Marktumfeld bleibt dabei anspruchsvoll, nachdem BMW bereits vor über einem Monat seine Jahresprognose gesenkt hatte.
Parallel zu den strukturellen Maßnahmen setzt das Unternehmen seine angekündigte Kapitalallokation fort. Die Transaktionen erfolgten im Rahmen des bestehenden Aktienrückkaufprogramms für die Jahre 2025 bis 2027, mit dem der Konzern weiterhin Liquidität an die Anteilseigner zurückführt.
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