BMW, Aktie

BMW Aktie: Qualcomm wird Chip-Partner

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 20:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BMW schließt langfristigen Chip-Deal mit Qualcomm, während der Autobauer ein umfassendes Sparprogramm mit 8.000 Stellenstreichungen umsetzt.

BMW setzt auf Qualcomm-Chips trotz massivem Sparprogramm
Abstraktes Bild moderner Chiptechnologie und digitaler Schnittstellen in einem futuristischen Fahrzeuginterieur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während BMW mitten in einem der größten Sparprogramme der Firmengeschichte steckt, setzt der Konzern gleichzeitig auf einen langfristigen Technologiepakt. Qualcomm wird für das kommende Jahrzehnt zum primären Lieferanten für Rechenchips – für das digitale Cockpit der nächsten Generation und für automatisierte Fahrsysteme. Die Vereinbarung ist das Ergebnis jahrelanger technischer Zusammenarbeit, in der Qualcomm nach Angaben beider Unternehmen seine Fähigkeit unter Beweis gestellt hat, die KI-Anforderungen anspruchsvoller Fahrzeugprogramme zu erfüllen.

Chip-Deal trifft auf Sparkurs

Der Schritt fällt in eine Phase, in der BMW an anderer Stelle kräftig den Rotstift ansetzt. Weltweit sollen rund 8.000 Stellen wegfallen, wie aus Unternehmenskreisen verlautete. Der Abbau soll über natürliche Fluktuation sowie ein freiwilliges Abfindungsprogramm in Deutschland erfolgen, das von Oktober 2026 bis Ende 2027 laufen soll. Da gut 84.000 der knapp 154.000 BMW-Beschäftigten in Deutschland arbeiten, dürfte hier auch der größte Teil der betroffenen Jobs anfallen.

Die Aktie reagierte auf die Nachricht kaum – das Papier notierte zeitweise nahezu unverändert bei 59,54 Euro. Marktbeobachter werten die Gelassenheit als Zeichen dafür, dass Anleger den Kostenabbau als überfällig einordnen, nachdem die Konkurrenz längst vorgelegt hat.

Neuer Chef unter Druck

Konzernchef Milan Nedeljkovic, seit Mitte Mai im Amt, hatte bereits einen Monat nach seinem Amtsantritt eine deutliche Gewinnwarnung aussprechen müssen. Bei einer Betriebsversammlung sprach er nun offen davon, dass BMW "wieder profitabler und wettbewerbsfähiger" werden müsse. Man werde Managementebenen zusammenführen und mehr Verantwortung in die wertschöpfenden Bereiche verlagern.

Finanzchef Walter Mertl hatte bereits im Juni bei einem Kapitalmarkt-Call Einmalbelastungen aus der Restrukturierung von rund einer Milliarde Euro angekündigt – offen blieb dabei, welcher Anteil davon konkret in den Personalabbau fließt. Der Gesamtbetriebsrat unter Vorsitz von Martin Kimmich betonte, man habe sich in den vergangenen sechs Wochen vor allem auf verbindliche Schutzmechanismen für die Beschäftigten konzentriert.

BMW war lange der letzte große deutsche Autobauer ohne umfassendes Abbauprogramm. Volkswagen, Mercedes-Benz, Audi und Porsche hatten bereits im vergangenen Jahr Stellen gestrichen, teils in deutlich größerem Umfang – Porsche kündigte erst kürzlich den Wegfall von 5.000 weiteren Jobs an. Der eingebrochene chinesische Markt, steigender Preisdruck durch chinesische Wettbewerber und US-Zölle setzen der gesamten Branche zu.

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer ordnet den Schritt als kurzfristige Verschnaufpause ein, nicht als Lösung des strukturellen Problems im China-Geschäft. Die Belegschaft schrumpfte bereits vor dem jetzigen Programm – zwischen Mitte 2025 und Mitte 2026 um rund 2.000 Mitarbeiter.

Wie es um die Ertragslage tatsächlich steht, zeigt sich an diesem Donnerstag, wenn BMW seine Halbjahreszahlen vorlegt. Es sind die ersten Zahlen, an denen Nedeljkovic als Konzernchef mitgewirkt hat – nach der Gewinnwarnung im Juni und sinkenden Absatzzahlen dürfte der Bericht wenig Raum für positive Überraschungen lassen.

Anzeige

BMW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BMW-Analyse vom 29. Juli liefert die Antwort:

Die neusten BMW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BMW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BMW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | DE0005190003 | BMW | boerse | 69897239 |