Bristol-Myers, Squibb

Bristol-Myers Squibb Aktie: Gewinnziel gesenkt, Umsatzziel erhöht

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 17:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im dritten Quartal legten die Erlöse zu, während der Nettogewinn leicht zurückging; für 2026 erwartet Bristol-Myers Squibb mehr Umsatz und weniger Gewinn je Aktie.
Moderne Laborumgebung mit Glasgefäßen als Symbol für die Pharmaindustrie. Illustration mit AI erstellt.

Bristol-Myers Squibb schickt gemischte Signale: Das Unternehmen hebt seine Umsatzprognose für 2026 an, kappt aber das Gewinnziel je Aktie. Die Zahlen zum dritten Quartal liegen seit heute vor.

Umsatz wächst, Gewinn gibt leicht nach

Die Erlöse stiegen im Quartal um 6,9 Prozent auf 13,07 Milliarden Dollar, nach 12,22 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn sank dagegen leicht auf 2,16 Milliarden Dollar. Je Aktie blieben 1,05 Dollar, nach 1,08 Dollar im dritten Quartal 2025.

Bereinigt um Sondereffekte verdiente der Konzern 1,35 Dollar je Aktie. Das entspricht einem Gewinn von rund 2,77 Milliarden Dollar.

Prognose: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Die neue Jahresprognose fällt zweigeteilt aus. Beim Umsatz erwartet das Management jetzt 49,75 bis 50,25 Milliarden Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 49,0 bis 50,0 Milliarden Dollar, die Untergrenze steigt also deutlich.

Beim Gewinn geht es in die andere Richtung. Statt 6,75 bis 7,00 Dollar je Aktie peilt das Unternehmen nun 6,35 bis 6,55 Dollar an. Die Mitte der Spanne rutscht damit um gut 30 Cent nach unten.

Ein Grund steckt in der Prognose selbst: Sie enthält netto 0,60 Dollar je Aktie an Belastungen aus erworbener Forschung und Entwicklung (Acquired IPRD) sowie Lizenzerträgen. Solche Posten entstehen typischerweise durch Zukäufe und Lizenzdeals für die Pipeline. Sie belasten das Ergebnis, ohne das laufende Geschäft zu schwächen.

Eliquis bleibt ein tragender Pfeiler. Für das Gerinnungsmittel erwartet der Konzern weiterhin ein Umsatzplus von 20 bis 25 Prozent gegenüber 2025.

Börse reagiert vorbörslich freundlich

Die Aktie lag im vorbörslichen Handel an der NYSE bei 61,94 Dollar und damit gut 2 Prozent im Plus. Marktbeobachter dürften die höhere Umsatzprognose und die stabile Eliquis-Erwartung als Gegengewicht zur gesenkten Gewinnspanne werten.

Wie der Markt die Zahlen im regulären Handel einpreist, zeigt sich nach der Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren, die um 8:00 Uhr Ortszeit an der Ostküste stattfand. Eine Aufzeichnung steht rund drei Stunden nach Ende der Konferenz auf der Investor-Relations-Seite bereit.

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