Bund-Future: Blick nach Übersee
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 10:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Bund-Future tastet sich am Dienstag zwischen leichten Gewinnen und Verlusten voran — die eigentliche Musik spielt derzeit jenseits des Atlantiks. Der September-Kontrakt startete zunächst mit einem Minus von 4 Ticks bei 123,82 Prozent in den Handel, drehte im weiteren Vormittagsverlauf aber ins Plus und notierte zuletzt bei 123,97 Prozent, ein Zuwachs von 11 Ticks. Das Tageshoch lag bei 123,99 Prozent, umgesetzt wurden bis dahin rund 24.600 Kontrakte.
Auch die längeren und kürzeren Laufzeiten zogen mit: Der Buxl-Future kletterte um 12 Ticks auf 104,76 Prozent, der Bobl-Future legte 6 Ticks auf 113,67 Prozent zu. Auf der gesamten Zinskurve zeigten sich damit leichte Aufschläge.
US-Anleihemärkte geben den Ton an
Der eigentliche Treiber liegt derzeit nicht in Frankfurt, sondern in Washington. Eine Rede von US-Finanzminister Bessent am Vorabend brachte den amerikanischen Anleihemärkten keine Entspannung — die dortige Unsicherheit strahlt spürbar auf den europäischen Rentenmarkt aus.
Wichtige eigene Datenveröffentlichungen fehlten am Wochenauftakt, sodass sich das übergeordnete Bild kaum veränderte: Energiepreise und Renditen verharren auf erhöhtem Niveau und bewegen sich seitwärts.
Für den weiteren Wochenverlauf richtet sich der Blick auf den ifo-Index. Eine Stimmungsverbesserung dürfte einer möglichen Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank im kommenden Monat nicht im Wege stehen. In den USA rechnen Beobachter dagegen eher mit schwächeren Signalen von Konsumentenseite — Argumente für eine baldige Lockerung der Fed-Geldpolitik liefert das kaum. Der Euro bleibt in diesem Umfeld tendenziell im Vorteil.
Das Kontrakttief bei 123,60 Punkten ist damit weiterhin in Reichweite, auch wenn die Erholung im Tagesverlauf zunächst etwas Druck herausgenommen hat. Entscheidend für die nächsten Handelstage dürfte bleiben, ob sich die Spannungen an den US-Anleihemärkten weiter zuspitzen oder abflauen.
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