BYD Aktie: Da Han startet mit 1.008 km Reichweite
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 20:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deGoldman Sachs blickt zuversichtlich auf die anstehende Veröffentlichung der GeschĂ€ftszahlen von BYD. Die Investmentbank stufte die H-Aktie des Konzerns heute unverĂ€ndert mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 134 Hongkong-Dollar ein. Der Quartalsbericht fĂŒr das dritte Quartal 2026 wird fĂŒr den 29. Oktober erwartet.
Die Analysten von Goldman Sachs rechnen fĂŒr diesen Zeitraum mit einem Umsatz von 242,936 Milliarden Renminbi. Beim Reingewinn stellt die Bank einen Wert von 11,5 Milliarden Renminbi in Aussicht. Die Aktie notiert an den europĂ€ischen HandelsplĂ€tzen heute bei 8,34 Euro, was einem leichten Tagesplus von 0,7 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang belĂ€uft sich das Minus hingegen auf 22 Prozent.
Modelloffensive und Marktanteile im Heimatmarkt
Abseits der anstehenden Bilanz treibt der Konzern seine Produktpalette weiter voran. Am Dienstag fĂŒhrte BYD in China die neue Flaggschiff-Limousine Da Han ein. Das vollelektrische Modell kommt in drei Varianten zu Preisen zwischen 235.900 und 275.900 Yuan auf den Markt. Die reichweitenstĂ€rkste AusfĂŒhrung mit Heckantrieb erzielt nach dem chinesischen CLTC-Testzyklus bis zu 1.008 Kilometer.
Gleichzeitig baute der Konzern seine Stellung im ZuliefergeschĂ€ft aus. Nach Daten des chinesischen Branchenverbands fĂŒr Automobilbatterien kletterten die Batterie-Installationen von BYD in China im September auf 18,29 Gigawattstunden. Das Unternehmen sicherte sich damit einen Marktanteil von 21,09 Prozent, ein leichter Zuwachs gegenĂŒber dem Vormonat. BYD behauptete damit den zweiten Platz hinter dem Branchenprimus CATL.
Gemischte Signale vor den neuen GeschÀftszahlen
Die Stimmung am Markt war zuletzt von unterschiedlichen Faktoren geprĂ€gt. Noch am 29. September hatte JPMorgan die Aktie von âOverweightâ auf âNeutralâ herabgestuft und das Kursziel von 124 auf 88 Hongkong-Dollar gesenkt. Als GrĂŒnde nannten die Analysten eine schwĂ€chere Inlandsnachfrage, steigende Beschaffungskosten sowie handelspolitische Unsicherheiten.
Medienberichten zufolge belasteten am Dienstag zudem Diskussionen ĂŒber europĂ€ische BeschrĂ€nkungen fĂŒr Hybrid-Importe und geplante chinesische KĂŒrzungen bei Exportsteuer-Rabatten das Sentiment.
FĂŒr den weiteren Verlauf des vierten Quartals stehen bereits nĂ€chste Ereignisse fest. Am 20. Oktober plant der Konzern den Verkaufsstart der zweiten Generation des Modells Seagull, fĂŒr das vor gut einer Woche die Vorbestellungen anliefen. Am 29. Oktober folgt der Blick in die BĂŒcher fĂŒr das abgelaufene dritte Quartal.
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