CenterPoint Energy Aktie: Prognose nach oben, Plan auch
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 17:56 Uhr | Redaktion boerse-global.deCenterPoint Energy hebt nach dem dritten Quartal die Gewinnprognose an und legt zugleich ein größeres Investitionsprogramm vor. Der Versorger aus Houston begründet das mit anziehender Nachfrage im Großraum Houston. Die Aktie notierte vorbörslich bei 41,49 Dollar, ein leichtes Plus von 0,66 Prozent.
Quartal wächst solide
Der Nettogewinn stieg auf 331 Millionen Dollar, je Aktie waren es 0,50 Dollar nach 0,45 Dollar im Vorjahr. Bereinigt erreichte CenterPoint 0,53 Dollar je Aktie. Der Umsatz legte um gut zehn Prozent auf 2,19 Milliarden Dollar zu.
Treiber waren Wachstum und Tarifanpassungen, die zusammen 0,09 Dollar je Aktie beisteuerten. Wetter und Verbrauch gaben weitere 0,03 Dollar. Dagegen belasteten höhere Finanzierungskosten durch neue Schulden und eine größere Aktienzahl mit 0,04 Dollar. Hinzu kommt ein Basiseffekt: Eine einmalige steuerliche Entlastung aus dem Vorjahr fehlt diesmal und kostete 0,05 Dollar je Aktie.
Höhere Ziele, größerer Investitionsplan
Für 2026 erwartet das Management nun bereinigt 1,90 bis 1,92 Dollar je Aktie, zuvor waren es 1,89 bis 1,91 Dollar. Erstmals steht auch eine Spanne für 2027: 2,07 bis 2,09 Dollar. Das entspräche einem Plus von rund neun Prozent.
Bis 2030 peilt CenterPoint ein bereinigtes Gewinnwachstum am mittleren bis oberen Ende von sieben bis neun Prozent jährlich an.
Der Zehnjahresplan für Investitionen wächst um 4,0 Milliarden auf 70,7 Milliarden Dollar. Weitere 1,5 Milliarden Dollar werden in die ersten fünf Jahre vorgezogen, um die steigende Nachfrage im Raum Houston zu bedienen. Das soll die Anlagenbasis bis 2030 um mehr als 14 Prozent jährlich wachsen lassen. Zusätzliche Chancen von mindestens 10 Milliarden Dollar bis 2035 sieht der Konzern darüber hinaus.
CEO Jason Wells verweist auf den Standortvorteil der Region bei neuen Großkunden. Das Wachstum soll nach Unternehmensangaben über das nächste Jahrzehnt rund 5 Milliarden Dollar an Einsparungen für texanische Kunden bringen.
Finanzierung als Gegengewicht
Der größere Plan hat seinen Preis. Schon im Quartal drückten höhere Zinskosten und neue Aktien auf das Ergebnis je Aktie. Das Unternehmen nennt zudem Risiken, etwa Genehmigungen der Netzbetreiber-Aufsicht ERCOT für Großkunden-Anschlüsse und die rechtzeitige Rückgewinnung der Investitionen über die Tarife.
Die Telefonkonferenz zu den Zahlen fand am Dienstagmorgen statt. Der Quartalsbericht an die US-Börsenaufsicht SEC wurde am selben Tag eingereicht.
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