Centrotherm, Aktie

Centrotherm Aktie: Auftragseingang 2026 auf 160 Millionen angehoben

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 09:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Centrotherm erhöht die Zielspanne für den Auftragseingang 2026 auf 110 bis 160 Millionen Euro, getragen von einer unerwartet hohen Nachfrage im Photovoltaik-Sektor, insbesondere aus Indien.

Centrotherm hebt Auftragsprognose dank starker PV-Nachfrage aus Indien deutlich an
Moderne Industrieanlage mit Fokus auf Hochtechnologie und industrielles Wachstum in einer professionellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Centrotherm international AG blickt deutlich optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Wie das Unternehmen am Montag per Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab, wurde die Prognose für den Konzern-Auftragseingang für das Jahr 2026 massiv angehoben. Ausschlaggebend für diesen Schritt ist eine unerwartet starke Nachfrage im Segment Photovoltaik, die primär durch Projekte im indischen Markt getrieben wird.

Kräftiges Plus bei den Erwartungen

Das Unternehmen korrigierte seine Zielmarken für den Auftragseingang auf eine Spanne von 110 bis 160 Millionen Euro. In der ursprünglichen Planung war die Geschäftsführung lediglich von einem Volumen zwischen 40 und 100 Millionen Euro ausgegangen. Damit trägt Centrotherm der hohen Dynamik im PV-Sektor Rechnung, die Medienberichten zufolge insbesondere durch Großaufträge aus Indien an Fahrt gewonnen hat. Die neuen Zahlen verdeutlichen, dass sich die Nachfrage nach thermischen Produktionslösungen schneller entwickelt als zunächst angenommen.

Trotz des deutlich höheren Auftragsvolumens zeigt sich Centrotherm bei den kurzfristigen Finanzkennzahlen für das Gesamtjahr weiterhin zurückhaltend. Die Prognosen für die Gesamtleistung sowie für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurden im Rahmen der aktuellen Mitteilung nicht verändert.

Diese Beständigkeit bei den Ergebniszielen deutet darauf hin, dass die neuen Aufträge ihre volle Wirkung in der Bilanz erst in künftigen Berichtsperioden entfalten könnten.

Warten auf detaillierte Quartalszahlen

Anleger müssen sich somit noch gedulden, bis die operativen Auswirkungen der vollen Auftragsbücher in den Geschäftszahlen detailliert beziffert werden. Das Unternehmen hat den Termin für die nächste planmäßige Ergebnisveröffentlichung auf den 1. Oktober festgesetzt. Bis dahin dürften Marktteilnehmer vor allem beobachten, wie stabil sich der Wachstumstrend in Asien fortsetzt und ob weitere Anschlussaufträge die neue Prognose untermauern.

An der Börse reagierte der Wert zuletzt verhalten auf die Nachrichtenlage. Am Freitag schloss die Aktie bei 9,30 Euro, was einem Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Damit notiert das Papier aktuell 7,5 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 10,06 Euro.

Auf Jahressicht zeigt der Titel hingegen eine deutliche Dynamik: Im Vergleich zum Kursniveau vor rund 12 Monaten weist die Aktie ein Plus von 86 Prozent auf, auch wenn sie derzeit ein Stück von den Höchstständen des vergangenen Frühjahrs entfernt bleibt.

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