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Cloudflare Aktie: Basin greift Datenriesen an

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 01:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Cloudflare bietet mit Basin serverlose Datenanalysen auf Basis von Apache Iceberg und R2; erste Kunden berichten von niedrigeren Kosten.

Cloudflare Aktie: Basin startet Datenplattform ohne Transfergebühren
Abstrakte Darstellung moderner Serverinfrastruktur und Datenströme in einem professionellen Rechenzentrum. Illustration mit AI erstellt.

Cloudflare erweitert sein Angebot um eine Datenplattform. Mit Basin will der Konzern Entwicklern und Unternehmen Analysen ermöglichen, ohne dass sie eigene Server betreiben oder Gebühren für Datentransfers zahlen müssen. Das Produkt ist seit Donnerstag allgemein verfügbar.

Was Basin kann

Basin baut auf dem offenen Format Apache Iceberg und dem Cloudflare-Speicher R2 auf. Daten lassen sich damit serverlos erfassen, speichern, katalogisieren und abfragen. Jedes kompatible Analysewerkzeug kann direkt darauf zugreifen, ohne Kopieren oder Konvertieren.

Der wichtigste Hebel ist der Preis. Cloudflare verzichtet auf Gebühren, wenn Daten zwischen Clouds, Plattformen oder Regionen wandern. Bei den großen Anbietern gelten solche Transfergebühren als Kostenfaktor und als Bindung an den jeweiligen Anbieter.

CTO Dane Knecht sprach von einem Modell ohne Cluster-Verwaltung und ohne unnötige Datenbewegung. Entwickler sollten nicht zu Betreibern von Dateninfrastruktur werden müssen, nur um Fragen an die eigenen Daten zu beantworten.

Erste Kunden stützen die Botschaft. Das Unternehmen hinter dem KI-Coding-Agenten OpenCode hat seine gesamte Datenpipeline auf Basin verlagert und ein Setup aus AWS S3 und Athena ersetzt. Die Datenplattform Bobsled verweist auf deutlich geringere Kosten dank wegfallender Egress-Gebühren.

KI-Verkehr als Rückenwind

Der Produktstart fällt in eine Phase starker Kursgewinne. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 78 Prozent zugelegt und den S&P 500 mit seinem Plus von etwa 12 Prozent klar hinter sich gelassen. Treiber ist der wachsende Datenverkehr durch KI-Agenten. Laut Konzernchef Matthew Prince übertraf dieser im Juni bereits den menschlichen Verkehr im Cloudflare-Netzwerk.

Die Bewertung bleibt allerdings anspruchsvoll. TV-Moderator Jim Cramer verwies auf das rund 279-Fache der für dieses Jahr erwarteten Gewinne und empfiehlt, einen Rücksetzer abzuwarten. Als günstiger sieht er den Konkurrenten Akamai, der nur mit weniger als dem 16-Fachen bewertet ist.

Basin passt in die Strategie, Cloudflare vom Sicherheits- und Netzwerkanbieter zur breiteren Entwicklerplattform auszubauen. Je mehr Workloads auf dem Netzwerk laufen, desto stärker dürfte die Kundenbindung werden. Zahlen zu erwarteten Umsätzen mit Basin nennt der Konzern nicht. Den nächsten Gradmesser liefert die Quartalsbilanz, nachdem der letzte Quartalsbericht Anfang August erschien.

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