Coca-Cola Aktie: Afrika-Verkauf an HBC weiter ausstehend
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 02:49 Uhr | Redaktion boerse-global.deCoca-Cola rechnet weiterhin mit dem Abschluss des Verkaufs eines Teils seiner afrikanischen AbfĂŒllbeteiligung bis Ende 2026. Das geht aus dem am 28. Oktober eingereichten Quartalsbericht hervor. Die Transaktion mit Coca-Cola HBC AG steht jedoch noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen. FĂŒr Anleger ist damit die Unterscheidung zwischen erwartetem Abschluss und bereits vollzogenem Verkauf entscheidend.
Genehmigungen und zusÀtzliche Kaufoption
Der Bericht beschreibt keinen abgeschlossenen EigentĂŒmerwechsel. Coca-Cola nennt vielmehr einen erwarteten Zeitrahmen und hĂ€lt zugleich den Genehmigungsvorbehalt fest. Der Verkauf ist deshalb weiterhin als ausstehende Transaktion einzuordnen.
Bereits am 11. September hatte das sĂŒdafrikanische Competition Tribunal den Kontrollerwerb an Coca-Cola Beverages Africa durch Coca-Cola HBC AG und Coca-Cola HBC Holdings B.V. unter Auflagen genehmigt.
Diese Entscheidung ist von dem im jĂŒngeren Quartalsbericht beschriebenen Gesamtstatus zu trennen. Die sĂŒdafrikanische Zustimmung unter Auflagen bedeutet nicht, dass sĂ€mtliche regulatorischen Voraussetzungen fĂŒr den angekĂŒndigten Verkauf bereits erfĂŒllt sind.
ZusÀtzlich legte Coca-Cola eine separate Kaufoption offen: Coca-Cola HBC AG kann die verbleibende Beteiligung von 25% innerhalb von sechs Jahren nach Abschluss erwerben.
Damit sind der zunĂ€chst erwartete Verkauf und ein möglicher spĂ€terer Erwerb des Restanteils unterschiedliche Schritte. Die Option ist keine BestĂ€tigung dafĂŒr, dass auch die verbleibende Beteiligung tatsĂ€chlich verkauft wird. FĂŒr die Einordnung zĂ€hlt daher zunĂ€chst der Abschluss der ersten Transaktion.
Operatives Wachstum stĂŒtzt den Jahresausblick
WĂ€hrend der Beteiligungsverkauf noch aussteht, meldete Coca-Cola am 27. Oktober fĂŒr das dritte Quartal 2026 einen Nettoumsatz von 13,38 Milliarden $. Organisch wuchsen die Erlöse um 7%.
Das Wachstum beschrÀnkte sich nicht auf die Erlösseite. Auch das Absatzvolumen und der vergleichbare Gewinn je Aktie legten zu. Damit ergÀnzen operative Fortschritte die noch offene Entwicklung beim afrikanischen Beteiligungsverkauf.
Das Absatzvolumen stieg um 5%. Der vergleichbare Gewinn je Aktie erhöhte sich um 11% auf 0,91 $.
Auf dieser Grundlage hob Coca-Cola seine Erwartungen fĂŒr das Gesamtjahr an. Der höhere Ausblick ist dabei eine Prognose und kein bereits erreichtes Jahresergebnis.
FĂŒr 2026 erwartet das Unternehmen nun mindestens 11% Wachstum beim vergleichbaren Gewinn je Aktie statt zuvor 9%â10%.
Auch beim freien Cashflow setzte Coca-Cola die Messlatte höher: Erwartet werden mindestens 13,0 Milliarden $ statt zuvor ungefÀhr 12,4 Milliarden $.
Die operative Entwicklung und der Beteiligungsverkauf bleiben somit getrennt zu beurteilen: Coca-Cola hat den Jahresausblick angehoben, wÀhrend der erwartete Afrika-Abschluss weiterhin von regulatorischen Genehmigungen abhÀngt.
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