Computacenter Aktie: Auftragsbestand springt auf 12,6 Mrd. Pfund
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 09:06 Uhr | Redaktion boerse-global.deBerenberg sieht bei Computacenter weiteres Potenzial: Ein heute veröffentlichter Bericht nennt ein auf 6.750 Pence erhöhtes Kursziel nach zuvor 6.500 Pence. Die Kaufempfehlung bleibt bestehen. Hinter der optimistischen EinschĂ€tzung stehen der Rekord-Auftragsbestand und die Aussicht, dass Computacenter selbst die angehobene Gewinnprognose ĂŒbertreffen könnte.
FĂŒr Anleger ist dabei nicht allein das Volumen der Bestellungen entscheidend. Ebenso wichtig ist, wie profitabel Computacenter diese AuftrĂ€ge abarbeitet. Die jĂŒngsten AnalysteneinschĂ€tzungen zeigen bei diesem Punkt ein differenziertes Bild.
Berenberg erwartet mehr als die Mindestprognose
Nach dem GeschĂ€ftsupdate vom Montag erwartet Berenberg fĂŒr 2026 einen bereinigten Vorsteuergewinn von ĂŒber 425 Millionen Pfund. Damit liegt die Bank oberhalb der vom Unternehmen genannten Mindestprognose. Computacenter hatte den Ausblick nach einem besser als erwarteten dritten Quartal und einem starken Start ins Schlussquartal angehoben.
Berenberg hĂ€lt einen deutlichen Ăbertreffer fĂŒr möglich, weil das Schlussquartal traditionell Computacenters gröĂtes Quartal ist. Die Bank sieht im gestiegenen Auftragsbestand zugleich eine gute Grundlage fĂŒr das Folgejahr. Die positive EinschĂ€tzung reicht damit ĂŒber das laufende GeschĂ€ftsjahr hinaus.
Die GewinnschĂ€tzungen hob Berenberg fĂŒr das laufende Jahr um 10 Prozent an. FĂŒr die beiden Folgejahre erhöhte das Haus seine Erwartungen jeweils um 7 Prozent.
Bestellungen schaffen Sichtbarkeit, aber keinen Umsatz
Der Bestand zugesagter Produktbestellungen erreichte Ende September 12,6 Milliarden Pfund. Ende Juni waren es noch 9,3 Milliarden Pfund gewesen. Dieser Auftragsbestand ist allerdings nicht mit bereits ausgewiesenem Umsatz gleichzusetzen.
Das Wachstum im Technologie-Sourcing kam insbesondere von Hyperscale- und Neocloud-Kunden in Nordamerika und GroĂbritannien. Nordamerika verzeichnete zudem eine Rekordzahl abgeschlossener Projekte. In GroĂbritannien entwickelte sich neben dem Technologie-Sourcing auch das GeschĂ€ft mit Professional Services positiv.
Bei den Dienstleistungen bleibt das Bild gemischt. Das Wachstum von Professional Services ĂŒbertraf den RĂŒckgang bei Managed Services, sodass Group Services insgesamt ĂŒber dem Vorjahr lag. Der Aufschwung erfasst damit nicht alle GeschĂ€ftsbereiche gleichermaĂen.
Höhere Gewinne trotz ungĂŒnstigerem Umsatzmix
Bank of America bestĂ€tigte am Dienstag ebenfalls ihre Kaufempfehlung. Das Kursziel stieg von 6.951 auf 7.299 Pence. Die Prognose fĂŒr den bereinigten Vorsteuergewinn des laufenden Jahres erhöhte die Bank um 5 Prozent.
Gleichzeitig senkte sie ihre Bruttogewinnprognose wegen eines ungĂŒnstigeren Umsatzmixes. Mehr GeschĂ€ft bedeutet aus Sicht der Analysten somit nicht automatisch eine entsprechend bessere ErtragsqualitĂ€t. Die BewertungsprĂ€mie begrĂŒndet Bank of America dennoch mit stĂ€rkerem Wachstum und dem Engagement im Bereich kĂŒnstlicher Intelligenz.
Damit liegt der nĂ€chste PrĂŒfstein weniger beim bloĂen Auftragsvolumen als bei dessen Umsetzung in Ergebnis und Cashflow. Das nĂ€chste vorlĂ€ufige GeschĂ€ftsupdate ist fĂŒr den 28.1.2027 angekĂŒndigt. Es wird zeigen, ob Computacenter die hohen Erwartungen an das Schlussquartal erfĂŒllt und wie viel vom Bestellungsrekord im GeschĂ€ft ankommt.
Computacenter-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Computacenter-Analyse vom 29. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Computacenter-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Computacenter-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Computacenter: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
