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Corebridge Financial Aktie: Gewinnsprung mit Beigeschmack

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 23:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bewertungsgewinne hoben den Nettogewinn im dritten Quartal, während Umsatz und Prämieneinnahmen zurückgingen.
Abstraktes, professionelles Bürogebäude in der goldenen Stunde als Symbol für den Finanzsektor. Illustration mit AI erstellt.

Der Nettogewinn schießt von 144 Millionen auf 1,4 Milliarden Dollar, doch das operative Geschäft erzählt eine nüchternere Geschichte. Corebridge hat die Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Hinter der Schlagzeile stecken vor allem Bewertungseffekte.

Buchgewinne treiben das Ergebnis

Je Aktie stehen 3,22 Dollar zu Buche, nach 0,27 Dollar im Vorjahr. Den Sprung erklärt der Versicherer überwiegend mit höheren realisierten Gewinnen, darunter Effekte aus den Fortitude-Re-Vereinbarungen und der Bewertung von Marktrisiko-Leistungen. Der Umsatz sank dagegen um 20 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit gut 5,3 Milliarden Dollar gerechnet.

Aussagekräftiger ist das bereinigte Ergebnis. Das operative Ergebnis je Aktie lag bei 1,22 Dollar und damit leicht unter der Konsensschätzung von 1,24 Dollar. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 27 Prozent. Das bereinigte operative Vorsteuerergebnis wuchs um 4 Prozent auf 677 Millionen Dollar. Ohne variable Kapitalerträge und Sonderposten fiel es um 9 Prozent, weil Zinsmargen schrumpften und die Kosten stiegen.

Annuity-Verkäufe gemischt

Die Prämien und Einlagen sanken um 29 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar. Ohne Pensionsrisikotransfers und ähnliche Transaktionen lag das Minus bei 19 Prozent. Hauptgrund sind schwächere Verkäufe indexgebundener Rentenversicherungen. Teilweise ausgleichen konnten höhere Einlagen bei RILA-Produkten. Konzernchef Marc Costantini sprach dennoch von den stärksten Annuity-Verkäufen des Jahres.

Der Kapitalrückfluss blieb moderat: 295 Millionen Dollar gingen an die Aktionäre, davon 185 Millionen über Aktienrückkäufe. Die Dividende für das Quartal beträgt 0,25 Dollar je Aktie. Sie wurde am 2. November erklärt und wird am 31. Dezember an Aktionäre gezahlt, die am 17. Dezember im Register stehen.

Fusion mit Equitable rückt näher

Strategisch dominiert die geplante Fusion mit Equitable. Das Management meldet Fortschritte bei der behördlichen Genehmigung, bei der Vorbereitung des ersten gemeinsamen Tages und bei der Auswahl des künftigen Verwaltungsrats. Über 100 Millionen Dollar an Kosteneinsparungen hat Corebridge bereits identifiziert.

Die Aktie schloss vor den Zahlen bei rund 35 Dollar, nahe dem Jahreshoch von 36 Dollar. Das Analystenkonsens-Kursziel liegt bei gut 40 Dollar. Weitere Einordnung dürfte die Telefonkonferenz am Dienstag, 3. November, um 9:00 Uhr Ostküstenzeit liefern.

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