D-Wave Quantum Aktie: BlackRock hält 8,30 Prozent
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 15:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Institutionelle Anleger bauen ihre Positionen bei D-Wave Quantum weiter aus – trotz eines verpatzten Quartalsberichts und gesenkter Kursziele. Die Aktie notiert aktuell bei 18,11 Euro und damit 4,8 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was auf eine mittelfristig angespannte Stimmung hindeutet.
Kapitalflüsse trotz Umsatzmiss
D-Wave Quantum hatte Anfang August für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 3,1 Millionen Dollar sowie einen Verlust von 0,13 Dollar pro Aktie ausgewiesen – beides verfehlte die Analystenschätzungen von 4,03 Millionen Dollar Umsatz und 0,08 Dollar Verlust je Aktie deutlich.
Positiv stach dagegen das Buchungswachstum heraus: Im ersten Halbjahr summierten sich die Buchungen auf 35,5 Millionen Dollar, ein Plus von 1.120 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Diese Diskrepanz zwischen starkem Auftragseingang und schwacher Umsatzrealisierung hat die Reaktionen der Marktteilnehmer nicht gebremst. BlackRock hatte bereits Ende Juli in einer aktualisierten Meldung eine Beteiligung von 8,30 Prozent an D-Wave Quantum offengelegt, was einem Bestand von gut 30,5 Millionen Aktien entspricht.
Bank of America erhöhte laut einer Pflichtmitteilung ihre Position im ersten Quartal um 10,5 Prozent auf rund 3,9 Millionen Aktien im Wert von etwa 56,1 Millionen Dollar.
Auch Manufacturers Life Insurance Company und Amundi bauten ihre Bestände im ersten Quartal deutlich aus, um 64,7 Prozent beziehungsweise 32,5 Prozent. Anderson Hoagland & Co. stieg im zweiten Quartal mit rund 64.000 Aktien neu ein.
Gegenläufig verkaufte Firmenchef Alan E. Baratz im Juni im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans nach Rule 10b5-1 rund 688.000 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 26,13 Dollar und reduzierte damit seinen direkten Anteil um gut 17 Prozent.
Forschungserfolg und neue Fördermittel
Parallel zu den Finanzkennzahlen meldete D-Wave Quantum einen wissenschaftlichen Fortschritt: In der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte das Unternehmen Ergebnisse zu einem schnellen, hochpräzisen Zwei-Qubit-Verschränkungsgatter mit einer Genauigkeit von 99,9 Prozent, basierend auf einer supraleitenden Dual-Rail-Qubit-Architektur. Ziel ist es, den Hardware-Aufwand für fehlertolerante Quantensysteme zu reduzieren.
Zudem erhielt das Unternehmen vom National Research Council of Canada eine Förderung von bis zu 300.000 kanadischen Dollar für die Entwicklung von Graph-Embedding-Algorithmen für die Zephyr-Chip-Topologie. Anfang August hatte D-Wave Quantum bereits eine Partnerschaft mit Nasdaq Verafin angekündigt, um mittels Quanten-Hybrid-Technologie Betrugs- und Geldwäschemuster im Finanzsektor besser zu erkennen.
Standortverlegung und Ausblick
Das Unternehmen bestätigte zudem Pläne, seinen Firmensitz von Palo Alto, Kalifornien, bis Ende 2026 nach Boca Raton, Florida, zu verlegen. Auf der Konferenzbühne wird D-Wave Quantum im weiteren Monatsverlauf präsent sein: Das Management nimmt an der Needham-Halbleiterkonferenz am 20. August sowie an der Deutsche-Bank-Technologiekonferenz am 27. August teil.
Die Wachstumsstory bleibt damit intakt, doch die Umsetzung in tatsächliche Umsätze hinkt hinterher. Für Anleger dürfte entscheidend sein, ob sich das Buchungswachstum in den kommenden Quartalen in Rechnungsstellungen übersetzt – und ob institutionelle Käufer wie BlackRock und Bank of America ihre Positionen weiter ausbauen.
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