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Daimler Truck Aktie: Group EBIT bis 4,1 Milliarden

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 09:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Daimler Truck erhöht seine Jahresziele für 2026 dank starker US-Nachfrage und Sondererträgen. Der Aktienrückkauf wird um 1,1 Milliarden Euro aufgestockt.

Daimler Truck hebt Prognose an: Renditeziel und EBIT-Ausblick steigen
Abstrakte Darstellung eines industriellen Logistikzentrums bei Dämmerung, symbolisiert wirtschaftliche Stärke und Transport. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Daimler Truck blickt optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr und hat seine Ziele für 2026 nach oben korrigiert. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, wird für das Industriegeschäft nun eine bereinigte Umsatzrendite zwischen 7 und 9 Prozent erwartet, nachdem zuvor lediglich 6 bis 8 Prozent in Aussicht gestellt worden waren.

Auch beim bereinigten Group EBIT legte der Konzern nach: Die neue Zielspanne liegt bei 3,6 bis 4,1 Milliarden Euro und übertrifft damit die bisherige Erwartung von 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro deutlich.

Aktuell notiert das Papier bei 46,92 Euro und zeigt sich damit im heutigen Handel nahezu unverändert. Seit Jahresbeginn konnte der Wert jedoch bereits um 26 Prozent zulegen. Trotz der jüngsten Aufwärtsbewegung liegt der Kurs derzeit noch rund 6,3 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 50,06 Euro, das Anfang August markiert wurde.

Sonderfaktoren und starke US-Nachfrage treiben das Ergebnis

Maßgeblich für die Anhebung des Ausblicks ist vor allem die Entwicklung auf dem nordamerikanischen Markt. Daimler Truck profitierte dort am Freitag von einer US-Zollgenehmigung sowie von deutlich nach oben korrigierten Absatzerwartungen.

Für die Sparte Trucks North America rechnet das Management nun mit dem Verkauf von 160.000 bis 180.000 Fahrzeugen. Im zweiten Quartal konnte der Konzern insgesamt 86.707 Einheiten absetzen, was eine Steigerung gegenüber den 80.607 Fahrzeugen des Vorjahreszeitraums darstellt.

Während die Lkw-Sparte Zuwächse verzeichnete, schwächelte das Bus-Segment. Aufgrund einer verhaltenen Marktentwicklung in Lateinamerika und Mexiko musste die Absatzprognose für Daimler Buses auf 20.000 bis 25.000 Einheiten gesenkt werden.

Dennoch blieb die operative Performance im Industriegeschäft im zweiten Quartal mit einem Umsatz von 11,4 Milliarden Euro stabil über dem Vorjahreswert von 10,8 Milliarden Euro. Das bereinigte Group EBIT lag im selben Zeitraum bei 838 Millionen Euro.

Liquiditätsschub durch Anteilsverkauf und neuer Aktienrückkauf

Ein wichtiger strategischer Schritt war der bereits am 19. August abgeschlossene Verkauf von Anteilen an ARCHION. Durch die Reduzierung der Beteiligung auf 25 Prozent floss dem Unternehmen ein Betrag von 600 Millionen Euro zu. Dieser Mittelzufluss trug maßgeblich dazu bei, dass der Free Cash Flow im Industriegeschäft im zweiten Quartal auf 1,8 Milliarden Euro stieg. Im Vorjahresquartal hatte dieser Wert lediglich bei 20 Millionen Euro gelegen.

Parallel dazu treibt Daimler Truck die Rückgabe von Kapital an seine Anteilseigner voran. Am Freitag wurde der Start einer zweiten Tranche des laufenden Aktienrückkaufprogramms angekündigt, die ein Volumen von bis zu 1,1 Milliarden Euro umfasst.

Diese Maßnahme soll bis Mitte September anlaufen und ist bis Ende Juni 2027 befristet. Wie aus einer Pflichtmitteilung vom Montag hervorgeht, kaufte der Konzern allein in der vergangenen Woche über 92.000 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 45,25 Euro zurück.

Strategische Investitionen und personelle Neuaufstellung

Um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, plant Daimler Truck North America zudem den Bau einer neuen Produktionsstätte in den USA. Die Fertigstellung ist für Ende 2029 vorgesehen, wobei die Standortwahl derzeit noch läuft. Damit reagiert das Unternehmen auf die anhaltend hohe Nachfrage in seinem wichtigsten Einzelmarkt.

Flankiert werden diese operativen Entwicklungen von einem Umbau in der Führungsetage. Zum 1. Oktober übernimmt Dr. Tobias Brandis die Rolle des Chief Legal and Compliance Officer. Ebenfalls zum 1. Oktober rückt Yvonne Bettkober als Vorstandsmitglied für Personal und Arbeitsdirektorin in das Gremium auf. Sie übernimmt die Aufgaben von Jürgen Hartwig, der das Unternehmen nach über 30 Dienstjahren Ende November verlassen wird.

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