Danaher, Aktie

Danaher Aktie: Steuereffekt schönt Gewinn

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 16:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Steuereffekt von rund 263 Millionen Dollar stärkte den Nettogewinn; Danaher erhöhte zugleich die Prognose für 2026.
Danaher Corp. Diagnostik-Labor US2358511028 in dokumentarischer Schwarzweiß-Reportage mit Forscher am alten Mikroskop Illustration mit AI erstellt.

Beim Nettogewinn sieht Danahers drittes Quartal glänzend aus, doch der Blick auf die Details lohnt sich. Ein einmaliger Steuervorteil treibt den Überschuss. Das operative Geschäft liefert dennoch solide Zahlen und genug Rückenwind für eine höhere Jahresprognose.

Zahlen über den Erwartungen

Der Umsatz wuchs um 8,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar und lag damit leicht über den Markterwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 11,5 Prozent auf 2,11 Dollar, Analysten hatten im Schnitt mit 1,92 Dollar gerechnet. Der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäften legte um 34,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar zu.

Dieser Sprung hat einen Grund: Danaher löste Rückstellungen für unsichere Steuerpositionen auf, nachdem Betriebsprüfungen abgeschlossen waren. Der Effekt belief sich auf rund 263 Millionen Dollar. Im bereinigten Ergebnis taucht er nicht auf.

Das organische Wachstum fiel moderater aus. Das Kernumsatzplus lag bei 3,0 Prozent. Ohne das schwächelnde Geschäft mit Atemwegstests waren es 5,5 Prozent. Beim Umsatz half zudem die Übernahme von Masimo, die in der Diagnostik kräftig durchschlägt.

Höhere Prognose, vorsichtiger Schlussspurt

Für 2026 erwartet der Konzern jetzt einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8,57 bis 8,62 Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 8,45 bis 8,60 Dollar. Die Mitte der neuen Spanne übertrifft den Analystenkonsens von 8,51 Dollar.

Für das vierte Quartal peilt Danaher ein Kernumsatzwachstum von 4,0 bis 5,0 Prozent ohne Atemwegsgeschäft an. Dieses bremst voraussichtlich um etwa 1,5 Prozentpunkte, sodass unter dem Strich rund 3,0 Prozent bleiben.

Operativ war das Quartal stark. Der operative Cashflow erreichte 1,9 Milliarden Dollar, der bereinigte freie Cashflow 1,6 Milliarden Dollar. Die Zinsbelastung stieg dagegen deutlich, denn die Masimo-Übernahme wurde über Schulden finanziert. Der Zinsaufwand verdoppelte sich im Quartal nahezu auf 135 Millionen Dollar.

Konzernchefin Julie Sawyer Montgomery sieht in den Endmärkten bessere Trends und spricht von einer fortgesetzten Beschleunigung des Kerngeschäfts. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel zu. Ob der Anstieg Bestand hat, dürfte sich an der Entwicklung des Kernwachstums im Schlussquartal messen lassen, für das Danaher ausdrücklich das Ziel von 4,0 bis 5,0 Prozent ohne Atemwegsgeschäft ausgibt.

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