DAX, Warten

DAX: Warten auf Trump und Xi

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 03:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der DAX verharrt bei 25.592 Punkten, wÀhrend die 50-Tage-Linie und der Trump-Xi-Gipfel den weiteren Erholungskurs prÀgen.

DAX wartet auf Trump-Xi-Gipfel und neue Impulse aus den USA
Ein einsamer BörsenhĂ€ndler blickt in einem modernen Frankfurter BĂŒrogebĂ€ude auf die Skyline bei Morgenlicht. Illustration mit AI erstellt.

Der DAX tritt am Dienstag auf der Stelle. Mit 25.592 Punkten liegt der Index nahezu unverĂ€ndert zum Vortag, nachdem er zum Wochenstart bereits gut ein Prozent zugelegt und damit einen Großteil des Einbruchs vom Freitag ausgeglichen hatte. Sinkende Ölpreise und nachgebende Anleiherenditen hatten den AktienmĂ€rkten am Montag RĂŒckenwind gegeben.

Der Blick der Anleger richtet sich nun auf die 50-Tage-Linie bei 25.775 Punkten. Diese Marke hatte die Erholung des Index bereits am vergangenen Donnerstag ausgebremst. Ob der DAX sie diesmal ĂŒberwinden kann, dĂŒrfte auch davon abhĂ€ngen, wie sich Impulse aus den USA und aus der Politik entwickeln.

Meta-Rally strahlt bis nach Frankfurt

FĂŒr RĂŒckenwind sorgt vor allem die Technologiebörse in New York. Der Nasdaq 100 rĂŒckte am Montag krĂ€ftig vor und nĂ€hert sich wieder seinem Rekord von Anfang Juni. Treiber war Meta Platforms: Die Aktie legte um gut elf Prozent zu, der höchste Tagesgewinn seit April 2025.

Grund ist der starke Start der neuen KI-Anwendung Muse, die der Konzern Anfang des Monats lanciert hat. Jefferies-Analyst Brent Thill sieht darin "alle Anzeichen einer Killer-App" mit einer Verbraucherakzeptanz, die jene von Anthropics Claude oder Googles Gemini deutlich ĂŒbertreffe. Der Schwung aus den USA setzte sich in Asien fort und könnte auch am deutschen Markt fĂŒr Bewegung sorgen.

Trump-Xi-Gipfel als möglicher Katalysator

Politisch richten sich die Blicke auf das Treffen zwischen US-PrÀsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping am Donnerstag. Investoren hoffen auf konkrete Ergebnisse. Bei Standard Chartered gilt eine gegenseitige Zollsenkung als das wahrscheinlichste Resultat des Gipfels, wÀhrend US-Technologiekontrollen und Chinas BeschrÀnkungen bei Seltenen Erden weiterhin als Druckmittel beider Seiten fungieren.

Bereits Trumps Auftritt bei der UN-Generalversammlung könnte laut Marktbeobachtern erste Signale liefern, wie belastbar der aktuelle Erholungskurs ist. Vereinbarungen ĂŒber weitere GesprĂ€che wĂŒrden zumindest andeuten, dass beide Seiten eine erneute Eskalation vermeiden wollen.

Vom Rekordhoch bleibt der Index vorerst entfernt: Am 28. August hatte der DAX bei 26.618,74 Punkten sein bisheriges Intraday-Allzeithoch markiert. Bis dorthin fehlen aktuell rund 1.000 Punkte – die 50-Tage-Linie ist die nĂ€chste Etappe auf diesem Weg.

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