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DEAG Aktie: Apeiron greift durch

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 09:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apeiron will die DEAG-Kapitalerhöhung über zehn Millionen Euro vollständig übernehmen und damit die Kontrollmehrheit erlangen. Die Anleihegläubiger müssen dem Schritt noch zustimmen.

DEAG-Aktie: Apeiron-Investor strebt mit Kapitalerhöhung die Mehrheitsübernahme an
Ein moderner, minimalistischer Konferenzraum mit Blick auf ein Finanzviertel bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Christian Angermayer will bei DEAG Deutsche Entertainment nicht länger nur größter Einzelaktionär bleiben. Über seine Investmentgesellschaft Apeiron plant er, eine Kapitalerhöhung von 10 Millionen Euro komplett selbst zu zeichnen. Damit würde seine Beteiligung von aktuell rund 48,4 Prozent auf über 50 Prozent steigen — die Kontrollmehrheit.

Genau darin liegt der Knackpunkt. Die Barkapitalerhöhung erfolgt unter Ausschluss des Bezugsrechts, andere Aktionäre kommen also nicht zum Zug. Apeiron hat sich zur Zeichnung verpflichtet, allerdings unter Vorbehalt bestimmter Vollzugsbedingungen.

Anleihegläubiger müssen zustimmen

Der Sprung über die 50-Prozent-Marke löst laut den Bedingungen der DEAG-Anleihe 2025/2029 einen Kontrollwechsel aus. Diese mit 7,75 Prozent verzinste Anleihe räumt Gläubigern im Falle eines Change of Control besondere Rechte ein. Damit die Kapitalerhöhung überhaupt vollzogen werden kann, muss DEAG die Anleihegläubiger nun um Verzicht auf genau diese Rechte bitten.

Das Unternehmen zeigt sich kompromissbereit: Sofern die Zustimmung erteilt wird, plant DEAG eine marktübliche Einmalgebühr an die Gläubiger zu zahlen. Die entsprechende Beschlussfassung soll in Kürze angestoßen werden.

Frisches Kapital für Wachstum

Der Netto-Emissionserlös aus der Kapitalerhöhung soll nach Abzug der Transaktionskosten in organisches und anorganisches Wachstum fließen — sprich in neue Konzerte, Festivals oder mögliche Zukäufe. Für den Konzertveranstalter mit Standorten in sieben europäischen Kernmärkten ist das ein deutliches Signal: Der Ankeraktionär setzt nicht nur auf Bestandssicherung, sondern auf Expansion.

Ob die Anleihegläubiger dem Verzicht zustimmen, entscheidet über den weiteren Fahrplan der Transaktion. Erst mit ihrem Einverständnis kann Apeiron die komplette Kapitalerhöhung zeichnen und seine Position bei DEAG auf über 50 Prozent ausbauen.

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