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Deutsche Bank Aktie: CFO sieht Zielband in Reichweite

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 10:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Deutsche Bank steigert den Anteil stabiler Erträge, senkt Immobilienrisiken und bewertet die Renditevorgabe von über 13 Prozent als erreichbar.

Globaler Trading-Floor mit Weltkarte, Börsenhändlern und Wechselkurs-Displays
Finanz-Editorial eines globalen Trading-Floors mit beleuchteter Weltkarte und Wechselkurs-Displays für Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008). Händler an Workstations mit EUR/USD-, GBP/USD- und USD/JPY-Kursen Illustration mit AI erstellt.

Raja hat bei der Bank of America Financials Conference vorgerechnet, warum das Geldhaus seinen Umbau schneller schafft als ursprünglich geplant. Der CFO sprach von einem "record start" in den neuen Strategiezyklus bis 2028 — mit einer Rendite auf das materielle Eigenkapital von knapp 12 Prozent im ersten Halbjahr. Das Zielband von über 13 Prozent bezeichnete er als Untergrenze, nicht als Deckel.

Weniger Investmentbank, mehr Substanz

Der Umbau zeigt sich vor allem in der Ertragsstruktur. Rund 60 Prozent der Erlöse stammen inzwischen aus dem Nicht-Investmentbanking-Geschäft — Privatkunden, Vermögensverwaltung und Firmenkunden tragen also den größeren Teil. Die Sparte Wealth Management wuchs im Umsatz um etwa 8 Prozent, unterstützt von 60 Milliarden Euro an neu eingesammelten Kundengeldern allein im ersten Halbjahr.

Das Fixed-Income-Geschäft der Investmentbank bleibt trotz der Diversifizierung zentral. Raja nannte es das "Kronjuwel" des Konzerns und rechnet für das dritte Quartal mit einem Ergebnis nahe am Rekordniveau des Vorjahresquartals — trotz eines schwächeren Vergleichswerts im Kreditgeschäft.

Beim Zinsüberschuss zeigt sich die Bank optimistischer als noch vor Monaten. Die bisherige Prognose von rund 14 Milliarden Euro für das laufende Jahr gilt laut Raja inzwischen als konservativ, größere Effekte erwartet das Management erst 2027 und 2028, wenn auslaufende Zinssicherungen zu höheren Sätzen erneuert werden. Das langfristige Ziel bleibt bei 27 bis 28 Milliarden Euro.

Gewerbeimmobilien-Risiko deutlich reduziert

Ein Belastungsfaktor der vergangenen Jahre verliert an Gewicht: Das hochriskante Engagement in Gewerbeimmobilien, vor allem im US-Westküsten-Bürosegment, ist gegenüber dem Zykluspeak um 40 bis 50 Prozent zurückgefahren. Die Rückstellungen liegen mittlerweile nahe am Stressszenario, Europa spielt laut Raja bei den verbliebenen Risiken keine tragende Rolle.

Bei der Kapitalausstattung hält die Bank an ihrem CET1-Zielband von 13,5 bis 14 Prozent fest und sieht sich in der Mitte dieser Spanne positioniert. Die Ausschüttungsquote wurde von 50 auf 60 Prozent angehoben, für 2024 kamen bereits 1,5 Milliarden Euro an Aktionäre zurück, verglichen mit 1 Milliarde Euro im Jahr zuvor. Künftige Rückkäufe sollen zunächst im Sechsmonatsrhythmus erfolgen.

Zur geplanten Übernahme der Commerzbank durch UniCredit wollte sich Raja nicht direkt äußern, verwies aber darauf, dass die Bank bereits vor der Transaktion in die Firmenkundenbetreuung in Deutschland investiert habe. Man sehe sich als einzige global aufgestellte Investmentbank mit Sitz in Deutschland und habe bereits rund ein Dutzend neue Firmenkundenkontakte identifiziert.

Für 2026 bleibt die Kostenprognose unverändert, das Management bezeichnet es als Investitionsjahr mit Schwerpunkt auf Vermögensberatung und Firmenkunden-Governance. Neue Ziele für die Zeit nach 2026 will die Bank erst formulieren, wenn die laufende Guidance vollständig erfüllt ist.

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