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Deutsche Bank Aktie: MiCA-Freigabe noch ausstehend

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 14:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das geplante Angebot fĂŒr Bitcoin und Ether richtet sich zunĂ€chst an Unternehmen und professionelle Kunden; eine weitere MiCA-Genehmigung wird erwartet.
Aquarell-Illustration der Frankfurter Skyline in Pastelltönen fĂŒr Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008). Weiche Pinselstriche in Rose, Mint und Lavendel zeigen BĂŒrotĂŒrme und EisenbrĂŒcke ĂŒber den Main Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche Bank bereitet den Einstieg in die institutionelle Krypto-Verwahrung vor. Entscheidend ist dabei nicht allein die Technik: Eine weitere regulatorische Genehmigung nach MiCA wird noch im Oktober erwartet. FĂŒr Anleger steht damit die Frage im Mittelpunkt, wie konkret die Voraussetzungen fĂŒr das geplante Angebot bereits sind.

Genehmigungen bestimmen den Zeitplan

Das Angebot richtet sich zunÀchst an deutsche Unternehmens- und professionelle Anleger. Zu den vorgesehenen Vermögenswerten gehören Bitcoin und Ether. Als Technologiepartner ist Taurus beteiligt.

Medienberichten zufolge besteht diese Partnerschaft seit September 2023. Die technische Zusammenarbeit ist damit kein erst kurzfristig eingeleitetes Vorhaben. Zugleich bedeutet eine bestehende Partnerschaft noch nicht, dass sĂ€mtliche regulatorischen Voraussetzungen fĂŒr den Betrieb erfĂŒllt sind.

Die Unterscheidung zwischen der bereits vorliegenden BaFin-Genehmigung und der noch erwarteten MiCA-Genehmigung ist deshalb wesentlich. Die Erwartung einer weiteren Freigabe ist keine BestÀtigung ihres Abschlusses. Auch die Vorbereitung des Angebots darf nicht mit einem bereits laufenden VerwahrgeschÀft gleichgesetzt werden.

Verwahrung als Teil des Wachstumsplans

Gerald Podobnik, einer der Leiter des Corporate Banking, ordnet die Initiative in die WachstumsplÀne dieses GeschÀfts ein. Medienberichten zufolge soll das Corporate-Banking-GeschÀft bis 2028 jÀhrlich um 8 % wachsen. Die digitale Verwahrung ist dabei als Teil dieses Ziels vorgesehen.

Das macht die strategische Bedeutung des Projekts deutlich. Die Bank will tokenisierte und Blockchain-basierte Lösungen in ihr Angebot aufnehmen. Podobnik zufolge muss der Finanzsektor solche Lösungen kĂŒnftig anbieten. Der Schwerpunkt liegt zunĂ€chst auf der Verwahrung fĂŒr professionelle Kunden und Unternehmen.

Als spĂ€tere ErgĂ€nzung kommen Medienberichten zufolge auch Stablecoin-Transfers infrage. Diese Möglichkeit ist vom anfĂ€nglichen Verwahrangebot zu trennen: Eine mögliche Erweiterung ist noch keine zugesagte, bereits verfĂŒgbare Leistung.

Analysten bleiben positiv

MPCM hĂ€lt an seiner Kaufempfehlung fest. JPMorgan bewertet die Aktie weiterhin mit „Übergewichten“. Diese EinschĂ€tzungen sind Analystenurteile und kein Beleg fĂŒr einen wirtschaftlichen Erfolg des Krypto-Angebots.

FĂŒr Anleger bleibt daher die operative Umsetzung entscheidend: der Abschluss der erwarteten Genehmigung und die tatsĂ€chliche EinfĂŒhrung des Dienstes. Ein weiterer Termin fĂŒr die Bewertung der Bank ist der 28. Oktober. Dann soll die Deutsche Bank ihre Quartalszahlen vorlegen. Das Verwahrprojekt liefert eine strategische Perspektive; die GeschĂ€ftszahlen bilden den nĂ€chsten konkreten PrĂŒfpunkt fĂŒr die Entwicklung des Gesamtkonzerns.

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