Deutsche Pfandbriefbank Aktie: NeugeschÀft springt auf 3,1 Milliarden
Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 12:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
NeugeschÀft zieht an und US-Risiken sinken
Am Donnerstag veröffentlichte die Deutsche Pfandbriefbank ihre Zwischenbilanz fĂŒr das erste Halbjahr. Das Institut erwirtschaftete einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 16 Millionen Euro. Damit hĂ€lt die Bank an ihrem Stabilisierungskurs fest, nachdem sie in der jĂŒngeren Vergangenheit mit erheblichen Belastungen aus dem Immobilienmarkt zu kĂ€mpfen hatte.
Ein wesentlicher Pfeiler des Berichts ist die positive Entwicklung im NeugeschĂ€ft. Dieses stieg in den ersten sechs Monaten auf 3,1 Milliarden Euro an. Bemerkenswert ist hierbei die QualitĂ€t der AbschlĂŒsse: Der Anteil echter Neuzusagen erhöhte sich deutlich von zuvor 23 Prozent auf nun 67 Prozent. Dies deutet auf eine gezielte RĂŒckkehr zu aktiven Kreditvergaben in einem stabilisierten Marktumfeld hin.
Strategische Reduktion der Risikoaktiva
Trotz der Tendenzen beim NeugeschĂ€ft sanken die operativen ErtrĂ€ge des Hauses von 206 Millionen Euro auf 167 Millionen Euro. Die Bank reagierte jedoch mit einer konsequenten Reduktion der risikogewichteten Aktiva. Diese MaĂnahme trug dazu bei, dass die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) deutlich anstieg und nun bei 14,6 Prozent liegt. Das Management unterstreicht damit die PrioritĂ€t einer soliden Bilanzstruktur gegenĂŒber reinem Volumenwachstum.
Ein kritischer Blick gilt weiterhin dem Portfolio notleidender Kredite. In den USA konnte die Bank deutliche Erfolge verbuchen und die Problemkredite um ĂŒber 40 Prozent auf 500 Millionen Euro senken. Medienberichten zufolge kamen im US-GeschĂ€ft keine neuen AusfĂ€lle hinzu.
Im Gegensatz dazu bereitet der europĂ€ische Markt weiterhin Sorgen. Drei Kredite fĂŒr europĂ€ische BĂŒroimmobilien wurden am Donnerstag als notleidend eingestuft. Das gesamte Portfolio notleidender Kredite in Europa belĂ€uft sich damit aktuell auf 1,8 Milliarden Euro.
Moody's-Rating und bestÀtigte Jahresziele
Das Management bestĂ€tigte dennoch die Prognose fĂŒr das laufende Jahr. Angestrebt wird weiterhin ein Ergebnis vor Steuern zwischen 30 und 40 Millionen Euro. Das Finanzierungsvolumen soll bis zum Jahresende eine Spanne von 27 bis 28 Milliarden Euro erreichen. Zur weiteren Absicherung der Refinanzierung ist der Finanzierungsplan fĂŒr das laufende Jahr bereits zu ĂŒber 85 Prozent abgedeckt.
ZusĂ€tzliche FlankenunterstĂŒtzung erhielt die Bank durch die Ratingagentur Moody's, die erstmals eine Einstufung fĂŒr Anleihen des Instituts vergab. Die Note âBaa2" soll die Investorenbasis erweitern, auch wenn die Agentur den Ausblick aufgrund der allgemeinen Marktlage zunĂ€chst als negativ einstuft.
Am Freitag reagierten Analysten auf die vorgelegten Zahlen: Warburg Research belieĂ die Einstufung fĂŒr die Deutsche Pfandbriefbank auf âBuy" mit einem Kursziel von 5,50 Euro.
An der Börse zeigt sich das Papier moderat erholt. Die Aktie notiert mit 3,59 Euro derzeit 4,5 Prozent ĂŒber ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Dennoch bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn mit einem Minus von 15 Prozent belastet.
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