Deutsche Rohstoff Aktie: 128 Millionen aus Almonty-Verkauf
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 02:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Deutsche Rohstoff AG blickt auf ein außergewöhnlich starkes erstes Halbjahr 2026 zurück. Ein massiver Anstieg des Konzernergebnisses und eine deutlich gesteigerte Förderung in den USA prägen das aktuelle Bild des Unternehmens. Während strategische Anteilsverkäufe die Kasse füllten, sorgt der operative Ausbau des Bohrprogramms für ein nachhaltiges Fundament, das nun auch führende Analysehäuser zu optimistischeren Einschätzungen bewogen hat.
Almonty-Teilverkäufe bescheren Rekordüberschuss
Maßgeblich für die jüngste finanzielle Entwicklung waren signifikante Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen. Wie das Unternehmen am 19. August mitteilte, erzielte der Konzern durch den Verkauf von insgesamt 11,6 Millionen Aktien an Almonty Industries einen Gewinn vor Steuern von rund 128 Millionen Euro.
Dieser Sondereffekt schlug sich unmittelbar in den Bilanzkennzahlen nieder: Das EBITDA kletterte in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 205,2 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 70,5 Millionen Euro zu Buche standen.
Der Umsatz stieg moderat um 7,5 Prozent auf 110,0 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Konzernüberschuss von 134,7 Millionen Euro, was einem Ergebnis von 28,42 Euro je Aktie entspricht. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 3,20 Euro.
Medienberichten zufolge verfügte das Unternehmen Ende Juli über einen positiven Free Cashflow von 42,5 Millionen Euro, was den finanziellen Spielraum für die laufenden Investitionsprojekte in Nordamerika unterstreicht.
Produktion in den USA übertrifft Erwartungen
Neben den finanziellen Sondereffekten treibt das operative Geschäft das Wachstum voran. Im zweiten Quartal erreichte die durchschnittliche Tagesproduktion 14.803 BOEPD (Barrel Öläquivalent pro Tag), eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Quartal mit 12.322 BOEPD.
Besonders die neuen Bohrungen auf dem Dillon/Billings Pad in den USA lieferten Ergebnisse, die über den ursprünglichen Erwartungen lagen. Die ersten vier Bohrungen erreichten bereits drei Wochen nach ihrem Start eine gemeinsame Fördermenge von rund 6.000 Barrel Öl pro Tag.
Angesichts dieser Erfolge erweiterte der Vorstand Anfang August das laufende Bohrprogramm um sechs auf nunmehr 32 Bruttobohrungen. Für das gesamte Jahr 2026 plant die Deutsche Rohstoff mit Investitionen zwischen 310 und 330 Millionen Euro.
Das Ziel ist eine durchschnittliche Jahresproduktion von 18.500 bis 20.000 BOEPD, wobei in der zweiten Jahreshälfte Spitzenwerte zwischen 24.000 und 26.000 BOEPD erwartet werden.
Analysten heben Kursziele nach oben
Die robuste Verfassung des Unternehmens spiegelt sich in den jüngsten Einschätzungen der Experten wider. Am Donnerstag erneuerte First Berlin Equity Research die Kaufempfehlung und hob das Kursziel für die Aktie von 115,00 Euro auf 125,00 Euro an. Bereits am Samstag der vergangenen Woche hatte mwb research seine Kaufempfehlung bestätigt und sieht den fairen Wert des Titels unverändert bei 128,00 Euro.
Der Vorstand bestätigte im Zuge der Halbjahreszahlen die bereits im Juli angehobene Prognose. Im Basisszenario rechnet das Management für das Gesamtjahr 2026 mit einem EBITDA zwischen 380 und 400 Millionen Euro bei einem Umsatz von 300 bis 320 Millionen Euro.
Am Freitag ging die Aktie mit einem Plus von 1,8 Prozent bei 87,40 Euro aus dem Handel. Das Papier notiert damit aktuell etwa 16 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt, weist jedoch noch einen Abstand von 26 Prozent zum 52-Wochen-Hoch auf, das im Juni bei 117,80 Euro markiert wurde.
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