Deutsche Telekom Aktie: Elliott fordert mehr Rückkäufe
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 11:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Branchenurteil aus den USA hat die europäischen Telekommunikationswerte zum Ende der vergangenen Woche spürbar erschüttert. Am Freitag geriet auch das Papier der Deutschen Telekom in den Abwärtssog, nachdem die US-Investmentbank Morgan Stanley den französischen Konkurrenten Orange auf „Underweight“ herabgestuft und das Kursziel auf 15 Euro gesenkt hatte.
Am heutigen Montag stabilisiert sich der Kurs leicht bei 27,19 Euro, was einem minimalen Zuwachs von 0,1 Prozent entspricht.
Strukturelle Sorgen belasten die Branche
Die Analysten von Morgan Stanley begründeten ihren Schritt bei Orange mit politischen Unsicherheiten in Frankreich, einem anhaltend intensiven Wettbewerb auf dem spanischen Markt sowie der allgemeinen Verschuldung innerhalb des Sektors. Diese Argumente verfehlten ihre Wirkung auf das gesamte Branchenumfeld nicht: Neben den Papieren der Deutschen Telekom gaben auch die Anteilscheine von Vodafone und der BT Group deutlich nach.
Investoren reagierten damit empfindlich auf die Warnung vor schrumpfenden Margen und steigenden Zinslasten bei kapitalintensiven Netzbetreibern.
Dabei steht der Bonner Konzern operativ auf einem stabilen Fundament. Das Management hatte für das Geschäftsjahr 2026 die Prognose für den Free Cashflow AL auf rund 20,0 Milliarden Euro angehoben, während das bereinigte EBITDA AL bei etwa 47,5 Milliarden Euro erwartet wird. Im zweiten Quartal 2026 kletterte das bereinigte Nettoergebnis organisch um 11,1 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro.
Strategische Initiativen und aktivistischer Druck
Zusätzlich zu den operativen Zielen treibt der Konzern seine Expansion in ausgewählten europäischen Märkten voran.
Die Transaktion, die noch unter dem Vorbehalt der polnischen Kartellgenehmigung steht, soll T-Mobile Polska zu einem voll integrierten Telekommunikationsunternehmen ausbauen.
Gleichzeitig formiert sich Druck auf Gesellschafterebene. Vor gut drei Wochen wurde bekannt, dass der aktivistische Investor Elliott Investment Management eine größere Beteiligung an der Deutschen Telekom aufgebaut hat.
Berichten von Bloomberg und dem Handelsblatt zufolge drängt Elliott auf eine Absage möglicher Fusionspläne bei der US-Tochter T-Mobile US und fordert stattdessen verstärkte Aktienrückkäufe zur Hebung des Unternehmenswerts.
Termine für den Herbst
Für die Marktteilnehmer richtet sich der Blick nun auf anstehende Veranstaltungen des Managements. Am Montag, dem 5. Oktober, veranstaltet der Konzern einen Investorentag, der sich gezielt den Potenzialen und Chancen der Künstlichen Intelligenz widmen wird. Die Vorlage der Finanzergebnisse für das dritte Quartal 2026 ist für Donnerstag, den 5. November, angesetzt.
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