Dick's Sporting Goods Aktie: Foot Locker bremst
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 13:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Beim Kerngeschäft läuft es rund, doch die Übernahme wird zur Belastungsprobe. Dick's Sporting Goods hat für das zweite Quartal Zahlen vorgelegt, die ein gespaltenes Bild zeichnen: starkes Stammgeschäft, schwächelnde Foot-Locker-Sparte.
Der Umsatz kletterte auf 5,586 Milliarden Dollar, deutlich über dem Vorjahreswert von 3,646 Milliarden Dollar. Der Sprung erklärt sich vor allem durch die Konsolidierung der 2025 für 2,4 Milliarden Dollar übernommenen Foot-Locker-Kette.
Unterm Strich blieb dennoch weniger übrig: Der Gewinn fiel auf 315 Millionen Dollar oder 3,50 Dollar je Aktie, nach 381 Millionen Dollar beziehungsweise 4,71 Dollar im Vorjahresquartal.
Starkes Stammgeschäft, schwacher Foot-Locker-Beitrag
Das eigentliche Dick's-Geschäft zeigte sich robust. Die vergleichbaren Umsätze wuchsen um 4,9 Prozent, getragen von breit angelegtem Wachstum über mehrere Kategorien hinweg und einem kräftigen Schub durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Bei Foot Locker sieht die Lage anders aus: Die vergleichbaren Umsätze sanken um 3,6 Prozent, belastet durch einen zunehmend promotionslastigen Athletik-Schuhmarkt und schwache Produkteinführungen.
CEO Lauren Hobart sprach von einem "herausfordernden" Umfeld für Sportschuhe und Bekleidung, betonte aber weiterhin Vertrauen in die langfristige Strategie bei Foot Locker. Executive Chairman Ed Stack verwies darauf, dass gerade klassische Schuhmodelle und limitierte Neuerscheinungen bei Foot Locker unter der aggressiven Preisgestaltung der Konkurrenz gelitten hätten.
Ausblick nach unten korrigiert
Die Konsequenz: Dick's senkte den Ausblick für das Gesamtjahr. Die Umsatzprognose sinkt von einer Spanne zwischen 22,1 und 22,4 Milliarden Dollar auf 21,9 bis 22,2 Milliarden Dollar. Beim operativen Ergebnis fällt die Kürzung deutlicher aus – von zuvor 1,69 bis 1,81 Milliarden Dollar auf nun 1,45 bis 1,55 Milliarden Dollar.
Für die Dick's-Kernmarke bleibt die Wachstumserwartung bei 2,5 bis 4,0 Prozent bestehen. Bei Foot Locker rechnet das Unternehmen dagegen nur noch mit einer Spanne von minus 2,0 bis 0,0 Prozent bei den vergleichbaren Umsätzen – zuvor war noch von Wachstum die Rede gewesen.
Immerhin gab es eine positive Randnotiz: Das Unternehmen erhielt im Quartal 59 Millionen Dollar an Zollrückerstattungen samt 2,1 Millionen Dollar Zinserträgen.
Das Management bleibt bei seiner Botschaft, dass die kurzfristigen Probleme bei Foot Locker die langfristige strategische Logik der Übernahme nicht infrage stellen – ob sich das Vertrauen der Anleger in den kommenden Quartalen genauso robust hält wie das Kerngeschäft, dürfte sich an den nächsten Foot-Locker-Zahlen entscheiden.
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