Dogecoin, Labs

Dogecoin: Labs bündelt Ökosystem

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 19:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das neue Unternehmen vereint drei DOGE-Produkte; die Foundation bleibt für Open-Source-Arbeit und Interessenvertretung zuständig.
Ein minimalistischer, moderner Arbeitsplatz mit einem Laptop in warmem, natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Dogecoin bekommt ein eigenes Unternehmen. Dogecoin Labs, gegründet gemeinsam mit der Dogecoin Foundation, soll die verstreuten Produkte, Entwicklerteams und Rechte rund um die Meme-Münze unter einem Dach vereinen. Das Ziel: mehr Alltagsnutzen für DOGE jenseits von Spekulation.

Drei Produkte, ein Dach

Geführt wird Labs von CEO Jordan Jefferson, dem Gründer von MyDoge und DogeOS. Das Unternehmen übernimmt drei Kernprodukte: die Wallet MyDoge, die App-Plattform DogeOS und Such App, ein Zahlungswerkzeug für Händler. Vermögenswerte und Personal stammen von der Foundation und von House of Doge.

Such App bietet unter anderem Rechnungsstellung und QR-Zahlungen vor Ort. MyDoge hat nach Unternehmensangaben mehr als 500.000 Nutzer, die ohne bezahlte Werbung gewonnen wurden. DogeOS eröffnete am 30. September sein öffentliches Testnetz, eine Ethereum-kompatible Umgebung für Dogecoin-Anwendungen.

Die Foundation bleibt für Betreuung, Open-Source-Entwicklung und Interessenvertretung zuständig. Labs übernimmt die kommerzielle Produktentwicklung.

Das Problem: viel Aufmerksamkeit, wenig Produkte

Jefferson sieht die Schwäche von Dogecoin klar. Trotz hoher Liquidität, Millionen Haltern und einer der aktivsten Communitys der Branche gibt es vergleichsweise wenige Produkte und Unternehmen, die auf DOGE aufbauen.

Labs will Wallets, Zahlungen, Handel, DeFi, Gaming, KI- und Social-Apps entwickeln. Das Potenzial sei "kaum angezapft", so Jefferson. Die Community rufe seit Jahren "DOGE to $1", nun gehe es darum, die dafür nötige Wirtschaft aufzubauen.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Dogecoin kostete zuletzt rund 0,084 Dollar, am Dienstag ein Plus von 3,9 Prozent. Auf Monatssicht steht jedoch ein Minus von etwa 14 Prozent, gegenüber dem Rekord vom Mai 2021 fehlen rund 88 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 13 Milliarden Dollar.

Institutionelle Nachfrage bleibt schwach

Auch der Vorstoß in die traditionelle Finanzwelt verläuft zäh. Ein von der Foundation unterstützter DOGE-ETF von 21Shares startete in diesem Jahr an der Nasdaq. Bitwise dagegen stellt seinen Dogecoin-Fonds wegen geringer Nachfrage ein. Bitwise-Chef Hunter Horsley sieht darin eine Lücke zwischen ETF-Anlegern und Nutzern von Krypto-Broker-Apps.

Jefferson will Dogecoin zudem unabhängiger von Elon Musks öffentlichen Äußerungen machen. Er verwies auf neue Teams und Investitionen und kündigte Großes an, ohne Details zu nennen. Konkrete Meilensteine für Labs nannte er bislang nicht. Messbar wird der Ansatz zunächst an der Entwicklung des DogeOS-Testnetzes und an der Nutzerzahl von MyDoge.

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