DormaKaba, Aktie

DormaKaba Aktie: Familie Mankel steigt auf

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 06:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

DormaKaba meldet höhere Marge und plant eine neue Eigentümerstruktur: Die Mankel-Familie soll nach dem Vollzug rund 52 Prozent halten.

DormaKaba: Mankel-Familie soll künftig Mehrheit halten
Moderner Türgriff aus Metall in einem architektonisch anspruchsvollen Bürogebäude, symbolisiert industrielle Stabilität. Illustration mit AI erstellt.

DormaKaba meldet heute gleich drei Nachrichten auf einmal – und eine davon verändert die Aktionärsstruktur des Unternehmens grundlegend. Der Verwaltungsrat hat sich mit der Familie Mankel, den früheren Eigentümern von Dorma, auf eine Vereinfachung der komplexen Beteiligungsverhältnisse geeinigt. Damit endet eine Struktur, die seit dem Zusammenschluss von Dorma und Kaba im Jahr 2015 Bestand hatte.

Mankel-Familie erhält Aktienpaket statt Zwischenholding

Bislang hielt die Familie Mankel ihre wirtschaftliche Beteiligung nicht direkt an der börsenkotierten Holding, sondern über eine deutsche Zwischengesellschaft mit einem Anteil von 47,5 Prozent am operativen Geschäft.

DormaKaba Holding AG übernimmt diesen Anteil nun für 2,13 Milliarden Franken per Sacheinlage. Im Gegenzug erhält die Familie gut 36 Millionen neu ausgegebene Aktien zu einem Ausgabepreis von 58,10 Franken sowie eine Barkomponente von knapp 30 Millionen Franken.

Nach Vollzug der Transaktion, der für Anfang Januar 2027 vorgesehen ist, hält die Familie Mankel rund 52 Prozent der Stimmrechte. Der Verwaltungsrat verspricht sich davon mehr Transparenz für Investoren, eine geringere strukturbedingte Steuerlast und mehr Flexibilität bei Ausschüttungen.

Die Familie verpflichtet sich zugleich vertraglich, ihren Anteil 15 Jahre lang nicht über 57 Prozent hinaus auszubauen. Die Zustimmung der Aktionäre steht noch aus – das Thema kommt auf die Tagesordnung der Generalversammlung am 20. Oktober 2026.

Rekordmarge und Sale-and-Leaseback obendrauf

Parallel zur Strukturreform präsentiert DormaKaba sein Jahresergebnis zum 30. Juni 2026. Der Nettoumsatz stieg organisch um 3,0 Prozent auf 2.792,4 Millionen Franken, die bereinigte EBITDA-Marge kletterte auf einen Rekordwert von 16,1 Prozent – das dritte Jahr in Folge mit Margensteigerung. Damit markiert das Unternehmen nach eigener Darstellung den Abschluss seiner dreijährigen Transformationsphase, die kumulierte Einsparungen von 235 Millionen Franken gebracht haben soll.

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Dividende von 0,95 Franken je Aktie vor, ein Plus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich hat DormaKaba eine Sale-and-Leaseback-Vereinbarung für seinen Hauptsitz in Rümlang unterzeichnet: Der Immobilienfonds Schroders ImmoPLUS übernimmt das Gebäude für über 80 Millionen Franken, DormaKaba mietet den Standort im Anschluss langfristig zurück.

Für das laufende Geschäftsjahr, das erstmals nach IFRS bilanziert wird, stellt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von über 3 Prozent sowie eine operative Gewinnmarge von mehr als 11 Prozent in Aussicht. Ob der Markt die neue Eigentümerstruktur als Befreiung von Bewertungsabschlägen honoriert, dürfte sich in den kommenden Wochen an der Kursreaktion zeigen.

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