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DSV Aktie: Kunden bleiben bei der Seefracht

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 09:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
DSV sieht trotz Störungen auf See keinen breiten Wechsel zur Luftfracht; die Schenker-Integration belastet das Straßengeschäft.
DSV, Aktie, Kunden, Seefracht, Störungen, See, Wechsel, Luftfracht;, Schenker-Integration, Straßengeschäft Illustration mit AI erstellt.

Störungen in der Seeschifffahrt haben DSV zufolge keine großflächige Verlagerung von Transporten in die Luft ausgelöst. Achim Martinka, Leiter des weltweiten Luftfrachtgeschäfts, erklärte am Montag Medienberichten zufolge, die meisten Kunden blieben bei der Seefracht. Kurzfristig benötigte Luftfrachtkapazität könne bis zu 20-mal mehr kosten.

Kunden bleiben überwiegend bei der Seefracht

Martinka verwies damit auf die hohen Kosten als Hindernis für einen Wechsel des Transportwegs. Die Störungen auf See führten seinen Aussagen zufolge nicht dazu, dass Kunden in großem Umfang auf Flugtransporte auswichen.

Bei nachhaltigen Luftfrachtlösungen arbeitet DSV mit Delta Cargo zusammen. Am Donnerstag zeichnete das Unternehmen die Fluggesellschaft als nachhaltigen Airline-Partner des Jahres aus. DSV würdigte damit deren Arbeit an gemeinsamen Lösungen für nachhaltigere Lufttransporte.

Die Aktie stieg am Freitag um 1,3%. Ein Zusammenhang zwischen dieser Kursbewegung und den Aussagen zum Luftfrachtgeschäft ist damit nicht belegt.

Schenker-Integration belastet das Straßengeschäft

Bei den vor gut drei Wochen veröffentlichten Quartalszahlen meldete DSV stärkere Ergebnisse in Air & Sea sowie Contract Logistics. Im Straßengeschäft sank das operative Ergebnis dagegen um 35,1%, wie Medienberichten zufolge aus den Zahlen hervorging.

DSV führte die niedrigere Produktivität und das rückläufige Transportvolumen im europäischen Straßengeschäft auf Probleme nach der Schenker-Integration zurück. Noch ausstehende Synergien im Straßengeschäft und bei den Konzernfunktionen verschoben sich nach Unternehmensangaben auf 2027. An erwarteten jährlichen Synergien von DKK 9 Milliarden hielt DSV fest.

Vor gut drei Wochen engte DSV außerdem die Prognose für das operative Ergebnis vor Sondereffekten 2026 auf DKK 24,0–25,0 Milliarden ein. Zuvor hatte die erwartete Spanne DKK 23,5–25,5 Milliarden betragen.

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