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DSV Aktie: Vereinbart Drohnen-Partnerschaft mit Skyways

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 17:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

IT-Probleme und Kundenverluste belasten DSV; zugleich vereinbarte der Konzern Drohnenlieferungen für Offshore-Anlagen.

Logistikzentrum mit LKW-Flotte an Verladerampen bei Dämmerung, DSV A/S DK0060079531
DSV A/S (ISIN DK0060079531) betreibt weltweit Logistikzentren mit LKW-Flotten an beleuchteten Verladerampen bei Dämmerung Illustration mit AI erstellt.

Die Nachwehen der Übernahme von DB Schenker machen sich beim dänischen Transport- und Logistikkonzern DSV im operativen Alltag bemerkbar. Im Vorfeld des für den 21. Oktober angekündigten Berichts zum dritten Quartal haben Analystenhäuser ihre Erwartungen gedämpft. Probleme mit der Pünktlichkeit im Straßengüterverkehr sowie der Verlust von Kunden und Marktanteilen bremsen die Dynamik des Logistikers.

Gegenwind in der Straßensparte

Beim jüngsten Treffen vor dem Ende des dritten Quartals rückten operative Hürden in den Mittelpunkt. Durch IT-Schwierigkeiten im Zuge der Schenker-Zusammenführung litt die Liefersicherheit im europäischen Straßengüterverkehr.

DSV-Finanzchef Michael Ebbe räumte ein, dass die Rückgewinnung der verlorenen Kunden und Marktanteile Zeit beanspruchen werde. Zwar gelten die Ursachen als teilweise behoben, dennoch drohen Verzögerungen bei der Realisierung geplanter Synergien aus der Transaktion.

Die Unternehmensführung misst dem Wiederaufbau verlorener Marktvolumina derzeit höchste Priorität bei. Die Integration der bisherigen DB-Schenker-Aktivitäten gilt als größte Konsolidierungsphase der Unternehmensgeschichte. Um Doppelstrukturen abzubauen, trennte sich DSV bereits im Sommer vom früheren dänischen Schenker-Hauptquartier, behält aber die operativen Standorte vor Ort weiterhin im Bestand.

Analysten kappen die Kursziele

Die operativen Verzögerungen veranlassten Analysten zu vorsichtigeren Einschätzungen. DNB Carnegie reduzierte heute das Kursziel für DSV von 2.050 auf 1.925 dänische Kronen, hält jedoch an der Kaufempfehlung fest.

Bereits am Mittwoch senkte Morgan Stanley das Kursziel ebenfalls von 2.050 auf 1.950 dänische Kronen und bestätigte die Einstufung auf „Overweight“. Trotz der Kürzungen bescheinigen beide Häuser dem Logistiker deutliches Erholungspotenzial gegenüber dem aktuellen Bewertungsniveau.

Die Zurückhaltung der Investoren spiegelt sich im Kursverlauf wider: Im heutigen Handel fällt die DSV-Aktie um 3,9 Prozent auf 158,85 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus im Papier auf 26 Prozent.

Vorstoß in die autonome Offshore-Logistik

Abseits der Integrationsarbeiten forciert der Konzern neue Lieferwege. DSV vereinbarte gestern eine kommerzielle Partnerschaft mit dem Technologieanbieter Skyways für den Frachttransport per Drohne. Der erste reguläre Einsatz soll im Herbst 2026 von Norden in Niedersachsen aus starten, um Offshore-Energieanlagen in der Nordsee zu versorgen.

Zum Einsatz kommen hybride Senkrechtstarter mit Reichweiten zwischen 500 und mehr als 1.000 Meilen. Sie befördern Frachten von bis zu 22 Pfund in rund 25 Minuten zu den Plattformen, wofür Transportschiffe bisher bis zu drei Stunden benötigen.

Ziel ist es, teure Stillstandzeiten von Energieanlagen durch schnelle Ersatzteillieferungen zu vermeiden und gleichzeitig bis zu 90 Prozent Treibstoff gegenüber Schiffen oder Helikoptern einzusparen. DSV übernimmt bei dem Projekt die lokalen Flugoperationen, die Kundenintegration sowie die behördlichen Genehmigungen für Flüge außerhalb der Sichtweite.

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